GANDERKESEE/LANDKREIS - Der Wunsch vieler Eltern ist hinlänglich bekannt – jetzt liegt er auch offiziell auf dem Tisch im Wildeshauser Kreishaus: Für den nordöstlichen Bereich des Landkreises Oldenburg solle bei der Landesschulbehörde eine weitere Integrierte Gesamtschule (IGS) beantragt werden, fordert die Kreistagsfraktion der Unabhängigen Wählergemeinschaft in einem Antrag, den UWG-Sprecher Otto Sackmann am Montag auf den Weg brachte.
„Die Eltern in den Gemeinden Hude und Ganderkesee wollten und wollen eine Gesamtschule für diesen Bereich haben“, begründet Sackmann die Forderung in einem Schreiben an Landrat Frank Eger. Zugleich schlägt er vor, die Schuleinzugsbereiche für die Gymnasien neu festzulegen, damit bei Einrichtung einer Gesamtschule „das Gymnasium Ganderkesee nicht wegen Mangels an SchülerInnen in Frage gestellt wird“. Die UWG dringt auf zügige Beratung in den Gremien des Kreises, damit „die für den Antrag notwendigen Maßnahmen (Elternbefragung usw.) umgehend durchgeführt werden können“.
Die Unabhängige Wählergemeinschaft greift mit ihrem Antrag die Initiative der Gemeinde-Elternräte aus Ganderkesee und Hude auf, die sich gemeinsam für eine IGS in Bookholzberg stark machen und ebenfalls die Schaffung eines neuen Schulbezirks für die beiden Nord-Gemeinden vorschlagen. Auch Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas unterstützt entsprechende Pläne (die NWZ berichtete).
Landrat Eger indes hatte in der vergangenen Woche um Geduld gebeten: Zunächst müssten die Anmeldezahlen für die jetzt genehmigte Integrierte Gesamtschule in Wardenburg abgewartet werden. „Das ist und bleibt Hausmeinung“, bestätigte Horst Witte, Leiter „Struktur und Schule“ in der Kreisverwaltung.
Auf die Anmeldezahlen in Wardenburg können indes interessierte Eltern aus Hude und Ganderkesee keinen Einfluss nehmen – sie und ihre Kinder wohnen nicht im Einzugsbereich der ersten IGS.
