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Wolfgang Loest

GANDERKESEE - Die Kinder lernen handlungsorientiert und haben ihren Spaß dabei: Das ist aus Sicht von Rita Wieneke, Leiterin der Grundschule Lange Straße, eine geradezu ideale Kombination. In der Grundschule war im Rahmen der Kooperation mit den Kindertagesstätten Jona und Lummerland für die kommenden Erstklässler eine Woche lang eine „Mathe-Werkstatt“ aufgebaut worden.

An insgesamt zehn Stationen konnten die Kinder im Alter von fünf oder sechs Jahren mathematische Grunderfahrungen sammeln, wobei sie sowohl Wahrnehmung und Zahlauffassung als auch logisches und vorausschauendes Denken trainierten. Auch geometrische Themen wurden dabei angeschnitten.

Kenntnisse gefestigt

Der besondere Charme der Werkstatt: Als Anleiter wirkten Erstklässler mit. „Es ist großartig, wenn Kinder Kindern etwas erklären“, so Wieneke. Die „Kleinen“ lernen dabei besonders schnell – und die „Großen“ könnten ihre Kenntnisse deutlich festigen.

„Die Mathematik wird nicht verniedlicht oder personifiziert. Die Kinder lernen wirklich mathematisches Denken“, verwies die Schulleiterin auf die Besonderheiten des Frühförderprogramms, das an der Uni Dortmund im Rahmen des Projektes „Mathe 2000“ entwickelt worden ist. Dieses Projekt läuft bereits seit 1987 und soll ein Gegengewicht zu pädagogisch-didaktischen Moden und bildungspolitischem Aktionismus setzen. Seit der Jahrtausendwende wurde dann ganz gezielt an einem geschlossenen Programm für die Frühförderung in Kindergärten gearbeitet, das seit vier Jahren vorliegt.

Erster Durchlauf

Die Grundschule Lange Straße hat diese Form der Förderungen kommender Schulanfänger erstmalig praktiziert. Im vergangenen Jahr war ein Mathe-Projekt über sechs Monate aufgelegt worden, wobei die Kita-Kinder einmal pro Woche zu Gast waren. Über diesen langen Zeitraum waren Veränderungen direkt wahrnehmbar: Das logische Denken , so Wieneke, wurde deutlich profiliert.

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