GANDERKESEE - Eine Oase der Ruhe im hektischen Schulalltag nimmt langsam Formen an: Der von drei Auszubildenden der Gemeinde (die NWZ berichtete) derzeit am Schulzentrum Steinacker angelegte Garten ist in seinen Grundzügen bereits jetzt erkennbar. „Die Idee ist, dass sich die Lehrerschaft von Haupt- und Realschule dort zurückziehen kann, um eine kleine Auszeit zu nehmen oder sich in Ruhe mit Kollegen zu besprechen“, erläuterte am Dienstag Carsten Wünker, Umweltbeauftragter der Gemeinde Ganderkesee, der den Garten entworfen hat. Aufgrund der Innenhoflage – begrenzt durch zwei Schulgebäude sowie die Mensa – und der Tatsache, dass der hauptsächliche Zugang zu dem Areal von den Lehrerzimmern abgehe, biete sich die Fläche für einen solchen Zweck einfach an.
„Wir waren einfach auf der Suche nach einem geeigneten Projekt, mit dem wir unsere drei Auszubildenden ein wenig fordern können“, schilderte Wünker das Zustandekommen der Baumaßnahmen. Denn nicht alle Tätigkeiten, die für die Ausbildung relevant sind, kämen auch zufällig gerade im normalen Arbeitsalltag der Bauhof-Kolonnen vor. „Dort sind die Auszubildenden normalerweise eingeteilt“, so Wünker.
Der gemeinsame Bau des Ruhegartens diene nun dazu, handwerkliche Fähigkeiten zu vertiefen und Gelerntes unter Beweis zu stellen. „Da geht es um eigenverantwortliches Handeln und die Frage, wie weit die Auszubildenden fachlich sind“, sagte Wünker.
Für die Motivation sei eine bleibende Arbeit, wie der Garten, in jedem Fall besser: „Früher wurden Lehrbaustellen eingerichtet, wo dann 200 Quadratmeter Pflaster verlegt und hinterher wieder aufgenommen worden sind – aber das macht einfach keinen Sinn“, findet der Umweltbeauftragte. Daher habe die Gemeinde sich in diesem Jahr erstmals solch ein Projekt für die Auszubildenden gesucht. „Auch in den kommenden Jahren werden wir so etwas machen, es gibt immer so genannte Kann-Baustellen, die für solche Zwecke ideal sind.“ Als Beispiel nannte Carsten Wünker den „Aussichtspunkt am Kamerner See“ zwischen Rethorn und Kamern.
In den Ruhegarten investiert die Gemeinde nach Wünkers Angaben rund 3000 Euro an Materialkosten, wobei „das meiste ohnehin auf dem Bauhof vorhanden gewesen ist und ansonsten nur hätte gelagert werden müssen“.
