GANDERKESEE - Eltern und Lehrer helfen mit. In Zukunft soll es weitere Projekttage zu dem Zweck geben.

von daniela greulich

GANDERKESEE - Statt Heft, Stiften und Büchern bringen etwa 500 Kinder und Jugendliche der Realschule Ganderkesee zurzeit Arbeitshandschuhe, Pinsel und alte Kleidung mit in die Schule. Während einer Projektwoche verschönern sie drei Tage lang Klassenräume, Flure und Pausenhof. Auch Lehrer und Eltern helfen mit.

Die Gemeinde habe 80 000 Euro zur Neugestaltung des Schulhofes zur Verfügung gestellt, berichtete Rektor Joachim Hüneberg. Durch Eigenleistungen soll der Spielbereich nun noch attraktiver gemacht werden. Zudem werden die beim Sponsorenlauf eingenommenen 4000 Euro teilweise dafür verwendet. Demnächst veranstalten auch Haupt- und Förderschule Projekttage zur Gestaltung des gemeinsamen Hofes.

Gestern legten Realschüler die Wege frei, beschnitten Sträucher und jäteten Unkraut. Sie schaufelten Erde auf den Wall zwischen Rasen- und Hartplatz, strichen die Säulen zwischen Hauptgebäude und Küchentrakt neu, zeichneten Spielfelder, bemalten Flurwände und verschönerten ihre Klassenräume.

Die 6a gestaltete vor ihrem Klassenzimmer einen kleinen Außengarten. „Wir basteln eine kleine Terrasse“, sagte Klassenlehrerin Maren Plümer. Alle Schüler machten mit Feuereifer mit und seien sehr motiviert, lobte sie. Ihm mache die Arbeit Spaß, bestätigt der elfjährige Hannes.

Künftig gibt es auch eine kleine Mathe-Ecke: Die 10a fertigt ein Mosaik, um den Satz des Pythagoras zu veranschaulichen, erläuterte Sebastian Meyer. Das mache Spaß, doch sei auch viel Organisation nötig, so der 16-Jährige.

Die Stimmung unter den Schülern sei insgesamt sehr positiv, hat Lehrer Peter Johannesdotter, der die Projekttage organisierte, beobachtet. Bei dem schönen Wetter seien die Schüler motiviert.

Künftig soll nun das Schulgelände in 18 „Reviere“ aufgeteilt werden, sagte Lehrer Jan-Henning Paul. Klassen und Schüler sind verantwortlich, ihr „Revier“ sauber zu halten und den Müll zu entsorgen. Zudem soll es in Zukunft weitere Projekttage geben. „Den positiven Start wollen wir fortsetzen“, so Hüneberg. Ein Jahr nach dem Umzug müsse noch viel getan werden. Denn die Kinder sollten sich in der Schule wohlfühlen.