GANDERKESEE - „Der Ganderkeseer Rat beschließt, die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in der Gemeinde Ganderkesee zu beantragen. Als Standort wird Bookholzberg vorgeschlagen.“ – Eindeutig ist das Signal, das der Ganderkeseer Gemeinderat am Donnerstagabend in Richtung Landkreis sandte. Allerdings: Einmütig war dieser Beschluss nicht gefasst worden. Vielmehr war die Mehrheit mit 18 Ja und 16 Nein denkbar knapp.

Zuvor hatten Ratspolitiker aller Fraktionen noch einmal pro und kontra IGS diskutiert. Auch die Sorge, dass eine IGS bestehende Schulformen gefährden werde, wurde erneut vorgetragen.

Der in Kürze ausscheidende Ratsherr Oscar von Ewald (Grüne) bremste die Diskussion. Es gehe nicht um das Für und Wider der IGS, sondern nach dem entsprechenden Votum des Gemeindeelternrates darum,„ob wir Eltern in ihrem Wunsch nach einer IGS unterstützen oder nicht“. Von Ewald war schließlich auch „Autor“ der Beschlussformulierung, die dann von der Ratsmehrheit befürwortet wurde.

Nicht durchsetzen konnte sich die FDP-Fraktion mit ihrem Antrag, vor einer endgültigen Beschlussfassung die Schülerzahlenentwicklung und die ersten Erfahrungen im Bereich der IGS Wardenburg abzuwarten und zu beleuchten (fünf Ja-Stimmen, 28 Nein, eine Enthaltung).

Abgesetzt wurde auf entsprechenden Antrag der CDU-Fraktion hin ein Vorschlag aus dem Verwaltungsausschuss. Danach sollte – durch eine Aufhebung von Schuleinzugsbereichen – auch Ganderkeseer Schülern der Besuch der IGS in Wardenburg ermöglicht werden.