GANDERKESEE - GANDERKESEE - Der Elternrat der Grundschule Lange Straße versucht, eine Angebotslücke zu füllen. Möglichst schon nach den Sommerferien soll es in der Schule eine um 7 Uhr beginnende Frühbetreuung für Kinder geben – was ein Novum für die Gemeinde Ganderkesee wäre. Zurzeit würden noch rechtliche und versicherungstechnische Fragen geklärt, sagte Elternratsvorsitzende Claudia Holst.

„Oft“ war die Elternratsvorsitzende in jüngster Vergangenheit nach einer Frühbetreuung vor Unterrichtsbeginn gefragt worden – insbesondere von berufstätigen Müttern. Einige dieser Frauen hätten ihre Kinder bisher morgens um 7 Uhr in den Kindergarten bringen können, um dann zur Arbeit zu fahren. Doch jetzt, da die Kinder zur Schule kommen, „haben sie ein Problem“. Denn an der Langen Straße beginne der Unterricht für Erst- und Zweitklässler erst um 8.25 Uhr. Die Kinder seien aber noch zu klein, um bis dahin allein gelassen zu werden.

Um herauszufinden, wie groß das Interesse an einer Frühbetreuung an der Grundschule Lange Straße ist, verteilte der Elternrat ab Mitte Juni mehr als 300 Zettel – an alle Eltern der künftigen Klassen 1 bis 4. Das Ergebnis der Befragung fasste Claudia Holst mit vier Worten zusammen: „Der Bedarf ist da.“ 17 Eltern hätten Interesse bekundet, eine Frühbetreuung für ihr Kind in Anspruch zu nehmen.

Die Schulleitung zeigte sich kooperativ, sie stellte einen Raum im ersten Obergeschoss in Aussicht, der morgens von 7 bis 8.25 Uhr frei ist. Auch eine Lösung bei der Frage, wer die Betreuung übernimmt, zeichnet sich ab. Eine der Mütter, so erläuterte Claudia Holst, habe eine Ausbildung, die zur Betreuung von Kindern an Verlässlichen Grundschulen berechtige.

Noch nicht geklärt ist die Frage, wie viel die Frühbetreuung kosten würde. Das werde wohl davon abhängig sein, ob die Kinder für eine halbe oder für eineinhalb Stunden aufgenommen werden. Die Schulelternratsvorsitzende strebt an, im Laufe der nächsten Woche zu klären, ob die Frühbetreuung zum nächsten Schuljahr beginnen kann oder nicht.