GANDERKESEE - Natürlich wirkt sich das Engagement auch auf die Zeugnisnote aus, aber die eigentliche Leistung liegt weit jenseits dessen, was in der Schule abverlangt wird. Sarah Hentschel hat zusammen mit zwei Mitschülern aus dem Bio-Leistungskurs an der Biologie-Olympiade teilgenommen – und in der ersten Runde gleich den achten Platz unter den Niedersachsen belegt. Bundesweit konnte sich die 16-Jährige unter mehr als 1000 Teilnehmern auf Rang 118 behaupten.

Die Internationale Biologieolympiade (IBO) wird seit 1990 jährlich ausgetragen. Der Schülerwettbewerb dient der Förderung von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe II, die besonderes Interesse am Fach Biologie haben. Der Wettbewerb wird auf nationaler und internationaler Ebene vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert.

„Was dort gefordert wird, geht weit über das hinaus, was im Unterricht vermittelt wird“, bekräftigte Kursleiter Jörg Häckell, als am Freitag im Büro von Schulleiterin Dr. Renate Richter die Urkunde überreicht wurde. Nach einem zweiwöchigen Versuch, bei dem der Zusammenhang von Pflanzenstruktur und Stoffwechsel im Mittelpunkt stand, musste beispielsweise noch die Frage beantwortet werden, ob Flusspferde und Feldhasen miteinander verwandt sind. Für derartige Ausflüge in die Genetik musste Sarah Hentschel lange im Internet recherchieren.

„Das hätte ich auch nicht einfach so geschafft“, bekannte die Rektorin. Ein solcher Lerneinsatz neben der Schule sei beachtlich. „Da geht schon so mancher Feierabend drauf.“

Auch wenn Sarah Hentschel nach den drei weiteren Runden der Olympiade nicht zu den vier Deutschen gehören sollte, die im kommenden Jahr an der Endrunde in Taiwan teilnehmen, hat sich ihr Einsatz gelohnt. In Biologie gibt es eine besonders gute Note – „und außerdem hat es Spaß gemacht“.

Nicht nur im Fach Biologie war eine Schülerin vom Gymnasium Ganderkesee erfolgreich. Julia Strehl wurde der Angelus-Sala-Preis für besondere schulische Leistungen in den Naturwissenschaften (Chemie) verliehen. Sie war eine von insgesamt 26 Zehntklässlern, die den Preis und ein Chemie-Buch in der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg von Dr. Julia Michaelis in Empfang genommen haben. „Ich habe mich sehr darüber gefreut“, sagte die 15-Jährige. „Chemie zählt zu meinen Lieblingsfächern.“ Auch Mutter Gabriele war stolz und steht ihrer Tochter immer zur Seite. Julia Strehl hatte im Rahmen eines Schulpraktikums schon erste Erfahrungen in der Uni Oldenburg sammeln können. Dort wurden ihr unter anderem die Labore gezeigt.

Tanja Mikulski
Tanja Mikulski Redaktion Münsterland