GANDERKESEE - In der „Eiche“ in Schlutter wurde am Sonnabend „aus der Schule geplaudert“ – und das durchaus im wörtlichen Sinn. 40 Jahre nach dem Erhalt des Abschlusszeugnisses (am 14. März 1970) traf sich dort eine Klasse der früheren Volksschule am Steinacker. Die Wiedersehensfreude war groß.

Der Unterricht in den 60er Jahren habe sich schon deutlich vom heutigen Schulalltag unterschieden, sagte Birgit Martens, die das Treffen organisiert hatte. Ein Beispiel? „Die Disziplin“ habe eine größere Rolle gespielt. So hätten die Schüler an ihrem Platz sitzen müssen, wenn der Lehrer hereinkam. Bei einigen Lehrern „mussten wir auch stehen, dann hieß es: Setzen!“ Stehend habe man sich nach dem letzten Klingeln auch verabschiedet – nachdem jeder seinen Stuhl auf die Bank gestellt hatte.

Für sie habe die Schule noch in der so genannten „Baracke“ am Habbrügger Weg begonnen, berichtete Birgit Martens. Noch ganz genau erinnert sie sich an die weiteren Stationen: Erst wurde umgezogen in die Steinschule (Bergedorfer Straße), danach ging’s an die Lange Straße („da wurde vor dem Unterricht in der Aula gemeinsam gesungen“) und schließlich an den Steinacker.

Nach der Schulzeit schloss sich für viele der Absolventen fast unmittelbar die Lehre an – die begann am 1. April. Die meisten blieben schließlich im Raum Ganderkesee.

Für die Ehemaligen war die Zusammenkunft in der Eiche das mittlerweile vierte Treffen. Am ersten Wiedersehen im Jahr 1992 in Falkenburg hatte auch noch der frühere Lehrer Robert Lang teilgenommen.