GANDERKESEE - Die neue Hügellandschaft der Grundschule Lange Straße wird in Kürze freigegeben. Was die Begrünung angeht, hoffen Elternrat und Förderverein auf Spenden.
Von Karsten Kolloge
GANDERKESEE - „Groß, nicht stachelig, nicht giftig“ – diese Kriterien sollten die Spenden erfüllen, auf die dieser Tage der Förderverein und die Elternvertretung der Grundschule Lange Straße hoffen. Der Hintergrund: Die Umgestaltung des Pausenhofes im Nordosten des Schulgebäudes geht ins Finale, jetzt werden Pflanzen zum Begrünen benötigt.Vor gut einem Jahr hatte die Jugendwerkstatt Delmenhorst damit begonnen, diesem weitgehend zugepflasterten Hofbereich ein neues Gesicht zu geben. Das Ziel der Übung: Aus der Steinwüste sollte eine naturnah gestaltete Hügellandschaft werden. „Kinder brauchen mehr Bewegung“, begründete Schulelternratsvorsitzende Claudia Holst das 23 000-Euro-Projekt. Die Hügellandschaft solle dazu beitragen, diese Bewegung zu ermöglichen.
Daneben biete die Umgestaltung auch andere Vorteile. Hier seien „ganz andere Spiele“ als auf hartem Pflaster möglich. So könnten die Kinder zum Beispiel Versteck spielen oder Höhlen bauen. Statistisch gesehen, sei die Verletzungsquote in solchen Bereichen geringer als auf gepflastertem Grund.
I-Tüpfelchen des neu gestalteten Pausenhofes ist ein „Grünes Klassenzimmer“, wo künftig im Schatten von rankenden Pflanzen gelernt werden kann. Zu diesem „Zimmer“ führt ein von Baumstämmen gesäumter Weg. Es sei ganz schön schwierig gewesen, die Stämme zu bekommen, erinnerte sich Claudia Holst. Angesichts gestiegener Energiepreise sei die Nachfrage nach dem Rohstoff Holz spürbar gestiegen.
Zurzeit stehen in der Hügellandschaft noch Restarbeiten an – und eben die Bepflanzung. Eine erste größere Spende konnten Claudia Holst und Cindy Klüner, Vorsitzende des Schulfördervereins, gestern entgegennehmen: Der Betrieb „Fleur Garten“ spendierte unter anderem Haselnussbüsche, Spirea, Ranunkelstrauch oder Kletterhortensien im Gesamtwert von 300 Euro.
Für die Bepflanzung werde aber noch mehr Grün benötigt, sagte Claudia Holst. Sie geht auch davon aus, dass immer mal wieder nachgepflanzt werden müsse – zumal die Hügellandschaft kein Ziergarten, sondern ein Spielhof sei. Wer Pflanzen beisteuern kann, wird gebeten, sich unter 04222/7 07 72 bei Claudia Holst zu melden.
