GANDERKESEE - Der Hof der Schule am Habbrügger Weg wurde zur „Baustelle“. Am Freitag können sich Eltern ein Bild von den Ergebnissen machen.

Von Karsten Kolloge

GANDERKESEE - Kaum hatte Norbert Klüh gestern den Hof „seiner“ Schule am Habbrügger Weg betreten, da sah er sich einem Ansturm ausgesetzt. Schüler liefen auf ihn zu, Fragen prasselten auf ihn herab. „Wo sind die Lappen?“, „Die Farbe ist alle“, „Wo bleiben wir mit der Grasnarbe?“. Der Grund für den Ansturm: In der Schule laufen seit Montag und bis heute, Mittwoch, Projekttage – und Klüh sowie Stefan Ploch haben das Koordinieren übernommen. 120 Schüler, die Lehrer, auch Eltern, Firmen und Gemeinde ziehen an einem Strang, um die Schule und vor allem den Hof schöner zu machen.

Bereits im Vorfeld hatte sich die Förderschule mit der benachbarten Haupt- und der Realschule verständigt, wer auf dem gemeinsamen Außengelände welchen Bereich aufpeppen sollte. Insgesamt stehen hierfür, wie berichtet, 80 000 Euro bereit. Der Part der Förderschule: Sie legt ein Beachvolleyball-Feld an, renoviert die Pflanzinseln sowie Sitzgruppen und gestaltet den Tunnelberg um.

Was das Beachvolleyball-Feld angeht, hatte die Gemeinde bereits 50 Kubikmeter Spielsand angeliefert. Schüler übernahmen gestern das Glätten der Oberfläche. Die Anlage soll ein Netz aus Stahl erhalten – das Wetter und Vandalen trotzen kann.

„Voller Unkraut“ sei bislang der Tunnelberg gewesen, berichtete der Neuntklässler Dennis. Bereits am Montag wurde sechs Stunden lang gejätet. Nach Rasen-Einsaat und Gestaltung einer Regenwassermulde soll der Hügel auch als Tribüne dienen: Von hier aus können Spiele auf Hartplatz oder Beachvolleyball-Feld verfolgt werden.

Neben den drei Bereichen auf dem gemeinsamen Schulgelände gestaltet die Förderschule auch weitere, eigene Bereiche um. Zum Beispiel die Teestube: Fünf „Maler“ haben hier das Grundieren und Anstreichen übernommen, während andere Schüler im Werkraum an einem Tresen bauen. „Besser als Unterricht“, fand Neuntklässler Andre das gemeinsame Tun.

Unterdessen zeigte Helmut Hollmann draußen einigen Zehntklässlern an einem kleinen Häuschen, wie Dachrinnen gelötet und montiert werden. Recht ruhig ging’s im Kreativbereich zu. Die hier entstehenden Portrait-Stelen oder Chagall-Splitter sollen später die Schulflure zieren.

Für Freitag, 22. September, 10 Uhr, kündigte Norbert Klüh die „Inbetriebnahme“ der Projektergebnisse an. Eltern seien willkommen. Dann werde auch ein erstes Spiel auf dem Beachvollenballfeld stattfinden.