GANDERKESEE - Während im Sommer bei den Olympischen Spielen in China noch gelaufen, geworfen oder gerudert wurde, mussten die rund 140 Schülerinnen und Schüler der Ganderkeseer Förderschule ganz andere Disziplinen erfüllen. Passend zur Winterzeit fand am Donnerstagvormittag die erste Weihnachtsolympiade am Habbrügger Weg statt.

„Nachdem wir in den vergangenen Jahren eher eine traditionelle Weihnachtsfeier veranstaltet haben, wollten wir in diesem Jahr mit der Weihnachtsolympiade etwas Besonderes machen“, erklärt Stefan Ploch, Lehrer und Mit-Organisator. Dabei gehe es in erster Linie nicht um den Wettkampf, sondern darum, dass alle Kinder Spaß an der Sache hätten, sagte Ploch weiter. „Darum gibt es auch keine Hauptpreise für die Erstplatzierten, sondern nur Kleinigkeiten zur Anerkennung und Urkunden für alle teilnehmenden Schüler.“

Insgesamt mussten rund zehn Stationen bewältigt werden. Eine erfolgreiche Teilnahme wurde mit einem Stempel auf der Laufkarte quittiert. „Der Kampf um die meisten Stempel ist ein zusätzlicher Ansporn“, weiß Ploch.

Großes Gedränge herrschte an der Station Kerzenziehen. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler ihre eigene Kerze herstellen. „Ein ideales Weihnachtsgeschenk“, merkte Ploch an.

Weiterer Höhepunkt war das Geschenketasten. Hier sollten die Schüler – wie der Name vermuten lässt – Gegenstände erfühlen. Das Gehör wurde an der Station Weihnachtsliederraten getestet, und verschiedene Gerüche mussten beim Geruchs-Quiz erkannt werden. „Mit den Stationen sollen alle Sinne angesprochen werden“, so Ploch.

Ohne jeglichen Wettkampfgedanken wurde der Geschmackssinn in der Cafeteria getestet. Dort gab es kalte und warme Getränke und jede Menge Kuchen. „Über 30 Kuchenspenden haben wir erhalten“, sagte Ploch, und 20 Eltern seien gar zum Helfen gekommen.

Trotz aller Neuerungen in diesem Jahr wurde eine Tradition doch beibehalten. Aufs gemeinsame Singen in der Pausenhalle sowie ein Dankeschön von der Schülervertretung an die Schulmitarbeiter wurde nicht verzichtet.