GANDERKESEE - Wenn für die Schüler die Schule ausfällt, dann heißt das für die Hausmeister nicht, dass für sie auch die Arbeit ausfällt. Im Gegenteil: „Es muss trotzdem weiter Schnee geschoben werden“, sagt Manuel López, Hausmeister am Schulzentrum Bookholzberg. „Wenn wir den Schnee jetzt liegen lassen, und die Schüler in den nächsten Tagen wieder darüber laufen, dann bekommen wir gar nichts mehr weg.“ López hat gut vier Kilometer Wege freizuhalten. Den ganzen Schulhof bekomme man bei den Witterungsbedingungen nicht mehr frei: „Die Eisschicht ist so dick, da kommt man gar nicht gegen an.“ Wichtig sei, Wege freizuräumen, damit Schüler und Lehrer sicher von einem zum anderen Ort kommen.
Das sieht auch Gerald Götter von der Grundschule Dürer Straße in Ganderkesee so: „Es geht darum, der Räumpflicht nachzukommen. Mehr ist nicht drin.“ An der Grundschule sei derzeit der halbe Schulhof gesperrt, weil die Rutschgefahr sonst zu groß ist. Los geht es für Gerald Götter morgens um fünf. „Denn zu Schulbeginn müssen die Bushaltestellen und Wege frei sein.“ Den schulfreien Tag nutzt der Hausmeister neben dem Räumdienst dazu, Arbeiten in den Klassenräumen vorzunehmen: „Das stört dann ja niemanden.“
In der Haupt- und Realschule Ganderkesee werden außerdem die Räume und Flure gewischt. Hausmeister Fred Woltjen: „Schneematsch und Salz werden ja laufend mit in die Schule getragen. Und während des Unterrichts können wir da natürlich nicht wischen.“ Den Winter bezeichnet er als „echte Herausforderung“, denn auch die Beschaffung von Streugut sei eine schwere Aufgabe. „Bisher haben wir aber immer etwas bekommen“, betont Woltjen.
Gestreut wird auch beim Gymnasium – von Hausmeister Friedrich Kossen. Einziges Problem: der Parkplatz. „Der ist ganztägig belegt, da kommt man schlecht ran. Die Wege haben wir aber abgestumpft, so gut es geht.“ Teilweise seien Eisschichten von vier bis fünf Zentimetern auf dem Schulgelände zu finden.
Eine weitere Aufgabe für alle Hausmeister stellt die Kontrolle der Heizungsanlagen und Leitungen dar. Diese müssen in den Wintermonaten noch intensiver gewartet werden, damit es nicht zu Schäden kommt.
Es bleibt viel zu tun...
