GANDERKESEE - Der Ganter beflügelt die Fantasie – so viel stand am Ende fest. Die Kinder der zweiten und dritten Klassen der Grundschule Lange Straße haben in den vergangenen Wochen Geschichten und Gedichte rund um die insgesamt 41 farbenfrohen Ganterskulpturen geschrieben, die in der gesamten Gemeinde verteilt sind. Das Projekt hatten die Lehrerinnen Gisela Borszcz und Astrid Pape-Westermann ins Leben gerufen.
Während der Beschäftigung mit den Gantern taten sich bei den Kindern so viele Fragen auf, dass auch die Lehrerinnen keine Antwort mehr wussten und sich an den Verein GanterART wandten. Am Donnerstag ist deren stellvertretender Vorsitzender Eckhard Eichhorn in die Schule gekommen, um den Kindern der Klassen 2a und 2c Rede und Antwort zu stehen.
Fantasievolle Geschichten
Aber bevor die Kinder Eckhard Eichhorn Löcher in den Bauch fragten, trugen Dustin Heinz, Katharina Quaschny, Leandra Ziencz, Gesa Bücking und Janne Hafermann stellvertretend für alle Kinder ihre Geschichten rund um den Ganter vor. Und die sprühten vor Fantasie. In der einen flog ein Ganter nach Bremen, um die Stadtmusikanten zu finden. In einer anderen traf sich ein Ganter mit seiner Herzensgans zu einem Date. Eine dritte Geschichte erzählte davon, wie der Ganter vor ihrer Grundschule zu den Handabdrücken gekommen ist.
Um keine Frage zu vergessen, hatten die Lehrerinnen Zettel vorbereitet. Die waren bald nicht mehr nötig. Die Kinder verloren ihre Scheu und überschütteten Eichhorn mit Nachfragen. „Warum sind die Ganter so groß?“, wollte ein Kind wissen. „Eine gute Frage“, meinte Eichhorn. „Damit sie nicht übersehen werden.“ Bei der Frage nach dem Gewicht eines Ganters konnte auch er nur schätzen: „Vielleicht fünf Kilo.“
Ein Mädchen wollte wissen, warum die Ganter nicht auf Hausspitzen stehen. „Wenn es passt, warum nicht“, entgegnete Eichhorn, der sichtlich Spaß an seiner Rolle hatte.
„Alle Ganter sind schön“
Am Ende hatte aber auch er selbst eine Frage. „Welcher Ganter gefällt euch denn am besten“, erkundigte er sich. „Der vor der Schule“, meinte ein Mädchen. Ein anderes Kind bekräftigte, dass es alle Ganter in der Gemeinde schön fände.
Die Osterferien möchte Astrid Pape-Westermann nutzen, um das Material zu sichten. Je Klasse werden die Werke in kleinen Bänden zusammengestellt. Einige der Geschichten sollen auch am Tag des Vorlesens am 17. April im Rathaus präsentiert werden.
