GANDERKESEE - Das Jugendparlament will sich und seine Arbeit in der Gemeinde bekannter machen. Zu diesem Zweck soll ein Video gedreht werden, in dem sich die Mitglieder einzeln vorstellen und ihre Ziele erläutern. Das wurde am Mittwoch auf der Sitzung des Parlaments im Jugendzentrum „Trend“ unter Leitung der Vorsitzenden Solveig Backhaus beschlossen.
Das Parlament ist derzeit personell reichlich ausgedünnt. An der Versammlung nahmen lediglich sieben Jugendliche teil. Die vakanten Plätze sollen jetzt im Rahmen von Neuwahlen aufgefüllt werden. Dazu benennen die Schülervertretungen der verschiedenen Schulen die jeweiligen Mitglieder. Eine generelle Neuwahl gibt es nicht: Weil es für das Jugendparlament noch keine Satzung gibt, können Parlamentsmitglieder so lange im Amt bleiben, wie sie Lust haben – zumindest so lange, wie sie noch zur Schule gehen.
Sieglinde Jahn von der Gemeindeverwaltung informierte die Jugendlichen über die Grundzüge der Einführung einer Gesamtschule. Als ergänzendes Schulangebot dürfe die Gesamtschule das dreigliedrige Schulsystem nicht im Bestand gefährden, berichtete Jahn. Die Gemeinde habe bekanntlich formell noch keine Stellungnahme zur Gesamtschulfrage verabschiedet und warte zunächst einmal das Ergebnis der Elternbefragung ab.
Während mehrere Schüler Sympathie für den Gesamtschul-Gedanken äußerten, warnte die teilnehmende Lehrerin Dr. Christiane Goldenstedt vehement vor einer Gesamtschule in Ganderkesee, da sie Haupt- und Realschulen ebenso wie das Gymnasium ausdünne und damit das derzeitige Schulsystem gefährde.
Selbst in den skandinavischen Ländern, die als Vorreiter in Sachen Gesamtschule gelten, gebe es eiche Privatschulen, weil Eltern nicht mit der Qualität der Gesamtschule zufrieden seien, so Goldenstedt.
