Ganderkesee - „Die FSJ’ler tragen sehr dazu bei, dass es unseren Schülern gut geht“, resümiert Christina Klotz, die zusammen mit Anne Fischer die Katenkampschule in Ganderkesee leitet. Sie freut sich sehr über die Arbeit der diesjährigen Freiwilligen, die ihr Soziales Jahr in der Tagesbildungsstätte für geistig beeinträchtigte Kinder und Jugendlich absolviert haben.

Acht junge Erwachsene haben nicht nur ein Jahr lang jeweils eine der Klassen mitbetreut und unterstützt, sondern auch zusammen an einem Jahresprojekt gearbeitet: Sie bauten zwei Sandkästen, die das Spielen mit Förmchen und Burgen auch für die Schüler in Rollstühlen zugänglich machen sollten.

Seit Anfang der Ferien sind die zwei Sandkästen nun in Betrieb, nachdem die Idee dazu schon im Herbst letzten Jahres aufkam. Der FSJ’lerin Kim-Michelle Scholz (20) fiel vermehrt auf, wie schwer es für Rollstuhlkinder ist, ohne Aufwand und Probleme im Sand zu spielen: „Zuerst ist es immer schwierig, aus dem Rollstuhl rauszukommen. Danach muss man als Betreuer ständig begleitend dabei sein, hinter den Kindern sitzen, sie absichern und festhalten.“ „Die Rollstuhlkinder hatten sonst kaum eine Chance, im Sandkasten zu spielen“, beobachtete auch die 19-jährige Sophia Bommers.

Zusammen mit Tischler Timo Meier haben sich Marie Heymann (21), Kim-Michelle Scholz, Sophia Bommers, Jan-Uwe Stach (20) und Maurice Fangmeier (20) ein Konzept überlegt, Zeichnungen angefertigt und schließlich die zwei Standsandkästen in unterschiedlichen Größen gebaut.

Einerseits waren die acht jungen Erwachsenen für die Katenkamp-Schule eine große Hilfe, andererseits konnte die Tagesstätte mit ihren besonderen Schülern und Betreuern den Freiwilligen auch viel zurückgeben: Sophia, Kim-Michelle und Marie wissen jetzt, dass sie auf jeden Fall später in dem Bereich arbeiten wollen, und auch für Jan-Uwe und Maurice waren selbstständiges und verantwortungsvolles Arbeiten wichtige Erfahrungen.

Für das heute anfangende Freiwilligen-Jahr hat die Katenkampschule mit ihren 59 Schülern noch drei FSJ-Plätze dringend zu besetzen und hofft auf Bewerbungen.