GANDERKESEE - Ein Schulwechsel ist mit jeder Menge Aufregung verbunden. „Werde ich alle Räume finden?“, „Woher weiß ich, ob Stunden ausfallen?“ oder „Muss ich künftig auch am Wochenende Hausaufgaben machen?“ sind nur einige wenige der Fragen, die ganz besonders angehende Fünftklässler vor den großen Ferien beschäftigen. Ab Beginn des neuen Schuljahres werden sie entweder das Gymnasium oder eine der beiden Oberschulen der Gemeinde Ganderkesee besuchen.
Antworten auf ihre Fragen erhielten am Mittwochmorgen zumindest all jene Viertklässler der sechs Ganderkeseer Grundschulen, die nach den Ferien aufs Gymnasium wechseln werden – und zwar von denjenigen, die es wissen müssen: von den derzeitigen Fünftklässlern des Gymnasiums. Im Nachgang der Aktionswoche „Junge Ganter“ waren die Mädchen und Jungen der sechs fünften Klassen zusammen mit ihren Klassenlehrern zu einer Sternfahrt aufgebrochen, die sie jeweils an eine Grundschule führte. Ihre Mission: das Gymnasium und seinen Schulalltag vorzustellen.
An der Ganderkeseer Grundschule Lange Straße war es die Klasse 5a, die mit ihrer Lehrerin Svenja Alpen-Kühne Präsentationen zu verschiedenen Themenkomplexen vorbereitet hatte. Da ging es zunächst um die Historie der Schule, einige Daten und Fakten, die „neuen“ Fächer wie Geschichte, Biologie und Erdkunde, Klassenfahrten und -ausflüge sowie um Aktionen wie den Sponsorenlauf oder die „Big Challenge“, bevor die Grundschüler die Gymnasiasten ausgiebig löchern durften.
„Wie viele Freistunden habt ihr?“, „Wie funktioniert das mit den Schließfächern?“ oder auch „Wenn am Gymnasium der Kakao ausverkauft ist – darf ich dann zur Oberschule gehen?“, fragten die angehenden die derzeitigen Fünftklässler. Angesprochen wurden aber auch allgemeine Unsicherheiten der Schüler. So räumten die Jung-Gymnasiasten ein, anfangs mit der Größe der Schule überfordert gewesen zu sein. Auch sei es schwierig gewesen, sich die vielen neuen Lehrernamen einzuprägen und sich an das gestiegene Hausaufgabenpensum zu gewöhnen.
„Wir halten diese Aktion für eine gute Sache“, kommentierte Grundschul-Lehrerin Karen Manshusen am Montag die Sternfahrt. Aus ihrer Sicht wäre es wünschenswert, dass auch die Oberschulen ihr Angebot an den Grundschulen präsentieren. Und noch einen Vorteil habe die erstmals angebotene Sternfahrt, so die Grundschulpädagogin: „Es ist schön zu beobachten, wie sich die Kinder, die früher unsere Schule besucht haben, weiterentwickelt haben.“
