GANDERKESEE - Vier Tage lang kamen sich 24 Schüler des Gymnasiums und der Katenkamp-Schule näher. Im Rahmen der Projekttage des Gymnasiums setzte Musik- und Religionslehrer Ulf Langheim seine Idee für ein Integrationsprojekt in die Tat um.

In einem ersten theoretischen Teil lernten die Gymnasiasten viel über die verschiedenen Arten von Behinderungen und deren Entstehung und besprachen ihre bisherigen Erfahrungen mit behinderten Menschen.

Danach folgte die Praxis. Die Gymnasiasten besuchten die Katenkamp-Schule, wo sie Leiter Reiner Duzat durch die Klassen- und Therapieräume führte. Am dritten Tag bildeten die Schüler Paare: Jeweils ein Gymnasiast begleitete einen Katenkamp-Schüler für einen Schultag. Dabei liefen die Gymnasiasten nicht nur nebenher, sondern halfen auch bei der Betreuung ihrer Partner.

Zum Ende des Projekts wurde der Besuch umgedreht: Die Katenkamp-Schüler konnten sich, herumgeführt von Ulf Langheim und seiner Kollegin Martina Mehrens, das Gymnasium einmal ganz genau ansehen.

Ziel des Projekts war es, möglichst viel Zeit miteinander zu verbringen, um beiderseitig Berührungsängste abzubauen – Normalität war das Schlagwort. Sicher hätten vor allem die Gymnasiasten Eindrücke erlangt, bei denen sie schon mal schlucken mussten, aber „die Schüler haben schnell Kontakt zueinander gefunden“, so Ulf Langheim.

Die waren von dem Projekt begeistert: „Ich fand’s supergut“, sagte Kira (13) vom Gymnasium. „Wir wurden an der Katenkamp-Schule sofort gut aufgenommen.“ Ihrem Partner Marcel (10) von der Katenkamp-Schule hat vor allem der Besuch des Gymnasiums gefallen: „Ich fand die Turnhalle besonders interessant. Herr Langheim erklärt alles gut.“ Weitere Kooperationen der beiden Schulen sind bereits in Planung.