GANDERKESEE - Harry Potter und der Gefangene von Askaban brachten die Entscheidung beim Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen der Realschule Ganderkesee.

Die namhafte Jury bestehend aus Büchereileiterin Annette Brandenburger, Buchhändler Gustav Förster, Lesepatin Ingrid Witte, Schulsprecher Christopher Isenberg und Fachbereichsleiter für Deutsch Wolfgang Lossie kürten am Ende Corinna Auffarth zur Siegerin des Wettbewerbs. Sie meisterte nicht nur die erste, sondern auch die zweite Disziplin souverän.

Insgesamt nahmen sechs Schülerinnen an dem Vorlesewettbewerb teil. Sie wurden dafür von ihren Deutschlehrern vorgeschlagen. Das kein Junge dabei sei, liege daran, dass Mädchen im Allgemeinen mehr lesen, berichtet Wolfgang Lossie. „Sie haben dadurch mehr Chancen bei solchen Wettbewerben.“

Im ersten Teil mussten die Schülerinnen eine Lektüre ihrer Wahl kurz vorstellen und drei Minuten lang aus einem Kapitel vorlesen. Bewertet wurde ihre Leistung unter anderem nach den Kriterien Textverständnis, Lesetechnik, Lesetempo und Wiedergabe der Atmosphäre.

Die Spannung stieg dann im zweiten Teil des Wettbewerbs an. Alle Teilnehmerinnen mussten den gleichen Textabschnitt aus einem fremden Jugendbuch vorlesen. Um die Spannung auf den Höhepunkt zu treiben, begann Cimberly Hansch, während ihre Konkurrentinnen sich in einen separaten Raum begeben mussten, um die gleichen Voraussetzungen zu erfüllen. Wolfgang Lossie kündigte das Buch kurz vorher an: „Ich habe diesmal ein Buch ausgewählt, was vielleicht gar nicht so unbekannt ist.“ Harry Potter und der Gefangene von Askaban sollten über den Sieg entscheiden.

Konzentriert beugten sich die Leserinnen eine nach der anderen über den dritten Band der Potter-Reihe und gaben ihr Bestes. Ihre Stimmen hebten und senkten sich und eine gewisse Nervosität war in der Mensa Am Steinacker zu spüren. Immerhin war der Text nicht einfach. Franziska Böttger: „Ich bin kein Potter-Fan und fand die englischen Wörter schwierig.“ Auch Michelle Doig hat es Spaß gemacht – aber auch sie fand den Text „nicht leicht“.

Am Ende konnten sich alle Zweitplatzierten und die Siegerin jeweils über ein neues Buch von der Bücherei Förster und der Realschule als Preis freuen. Von der Gemeindebücherei erhielten sie noch ein Lesezeichen, um auch in Zukunft fleißig zu lesen.