GANDERKESEE - Der Besucher kickerte gemeinsam mit Schulleiterin Renate Richter. Das Duo verlor mit 0:3 gegen zwei Schüler.
Von Alexander Schmolke
GANDERKESEE - Ein akuter Fall von Fußball-Fieber grassierte gestern im Gymnasium: Auf dem Programm stand der „Werder-Tag“, und die Schüler hatten sich entsprechend gekleidet: In grün-weiß-orangenen Trikots saßen sie aufgeregt in der Aula, schwenkten Werder-Fahnen und stimmten Schlachtgesänge an. Der Ehrengast des Tages, Werder-Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer, zeigte sich begeistert: „Einen solchen Empfang habe ich nicht erwartet – das ist wirklich einmalig.“Fischer war im Zuge des Projekts „100 Schulen – 100 Vereine“ nach Ganderkesee gekommen. „Wir wollen kein Verein sein, über dessen Spieler und Ergebnisse ab und an etwas in der Zeitung steht, sondern bei unseren Fans vor Ort sein“, erklärte der Geschäftsführer sein Kommen.
Das hat Fischer sicher nicht bereut, denn die Schüler hatten ihm einiges zu bieten: Zum Beispiel den Kicker-Raum der Schule, den acht Schülerinnen der 8b und der 10c in ein Mini-Weserstadion verwandelt hatten. Fischer lobte die „tolle Arbeit“ und versuchte sich sogleich an der Seite von Schulleiterin Dr. Renate Richter am Kicker. Ohne Fortune: Das Duo verlor glatt mit 0:3 gegen Eike und Marian aus der 8b.
Doch das konnte dem Werder-Geschäftsführer die Laune nicht vermiesen, zumal er gemeinsam mit Helmut Dunker, dem Koordinator von „100 Schulen – 100 Vereine“, als Juror wirken durfte: Die beiden wählten die besten zwölf aus knapp 500 Werder-Kalenderblättern, die die Schüler angefertigt hatten. Und das war alles andere als leicht, denn die Schüler hatten sich bei ihren Zeichnungen und Collagen mächtig ins Zeug gelegt. Platz eins ging schließlich an Alexander Kopetsch, der seine Idee vom „ultimativen Werder-Trikot“ zu Papier gebracht hatte. Als Lohn bekam Alexander ein original Werder-Trikot.
Bei der abschließenden „Presse-Konferenz“ ließ sich Fischer von den Schülern mit Fragen bombardieren: „Wie lautet Ihr Tipp für Nürnberg gegen Werder?“ – „Wir gewinnen!“; „Wie ist das Verhältnis zu Bayern?“ – „Mittlerweile sehr gut.“ Nach rund zwei Stunden endete dann der Besuch der kleinen Werder-Delegation – und den empfand Klaus-Dieter Fischer offenbar als so gelungen, dass er zum Abschluss bekannte: „Ich bin Fan von Ganderkesee.“
Die Sieger
Die zwölf
Erstplatzierten des Werder-Kalender-Wettbewerbs:Alexander Kopetsch, Jana Kuchenbuch, Bonté-Julie Rippena, Tabea Boinowitz, Maike Tönjes, Christin Schneider, Dominic Bünger, Rena Blankemeyer, Lisanne Blankenburg, Pia Siemer, Torben Nau und Tim Labuda sowie Jan-Niklas Burk.
