GANDERKESEE - GANDERKESEE/MTN - Hier klappte die Betonung besser, dort wurde flüssiger gelesen. Als Gewinner konnten sich am Ende aber alle neun Sechstklässler fühlen, die es beim Lesewettbewerb der Realschule Ganderkesee ins Finale geschafft hatten. Sie alle bewiesen neben ihren Lesefähigkeiten auch eine Menge Mut, im großen Rund der Mensa vor einer fünfköpfigen Jury und den Mitschülern aus den drei sechsten Klassen der Schule ihre Lesekünste nachzuweisen.

Und so vergab die Jury denn auch acht zweite Plätze. Hervorgehoben und zur Siegerin gekürt wurde aber Alicia Reinekehr aus der 6b. Sie überzeugte die Juroren – neben jeweils einem Lehrer-, Schüler- und Elternvertreter auch Büchereileiterin Annette Brandenburger und Buchhändler Gustav Förster – in den drei Bewertungskriterien Lesetechnik, Textverständnis und Textgestaltung. Anfang kommenden Jahres wird Alicia ihre Schule beim Kreisentscheid vertreten. Sollte sie sich auch dort durchsetzen, folgen Landes- und eventuell Bundesentscheid. Durften die Finalisten in der ersten Runde noch einen Text wählen, galt es in der zweiten aus dem Buch „Hilfe, die Herdmanns kommen“ zu lesen.

Deutschlehrer Wolfgang Lossie lobte die Lesequalität der Schüler, die in den zurückliegenden Jahren im Schnitt gleich geblieben sei. „Was allerdings auffällt ist, dass sich immer weniger Jungen für die Entscheidung qualifizieren. Die Mädchen sind wohl doch die fleißigeren und geübteren Leser.“