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Winter Geräumt wird an Schulen auch am Wochenende

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GANDERKESEE - Der Winter hat Deutschland fest in seinem Griff. Das öffentliche Leben geht aber – bis auf wenige Ausnahmen abgesehen – nahezu ungestört weiter. Das ist nicht zuletzt ein Verdienst der vielen Menschen, die für zumindest halbwegs passierbare Wege und Straßen sorgen – Privatpersonen vor ihrer Haustür ebenso wie der Winterdienst der Gemeinden. Und in den Schulen fiele noch weitaus häufiger als derzeit der Unterricht aus, wenn nicht die Hausmeister für freie Bahn sorgten.

Salzvorrat angelegt

Friedrich Kossen, der im Gymnasium Ganderkesee für Ordnung sorgt, hat es vergleichsweise gut. Er hat einen kleinen Trecker mit Schneeschaufel zur Verfügung, um das Schulgelände teilweise schneefrei zu räumen. Dank der Maschine reicht der Arbeitsbeginn um 6 Uhr aus. „Parkplätze, Schulhof, Zuwegungen und Fluchtwege müssen vor Unterrichtsbeginn geräumt sein“, berichtet Kossen. Eigentlich reicht eine schneefreie Schneise von einem Meter Breite, aber für die Feuerwehr halten wir drei Meter frei.“

Bei stärkerem Schneefall wird auch am Wochenende geräumt. „Sonst würde der Trecker am Montag die Massen gar nicht mehr schaffen.“ Zumindest auf Treppen und im Eingangsbereich mag Kossen nicht auf Streusalz verzichten. Er geht aber sparsam damit um. „Ich habe eine Tonne Vorrat angelegt. 600 Kilo habe ich noch.“

Innerhalb des Gebäudes gibt es kein Problem mit niedrigen Temperaturen. Wasserleitung und Heizungsrohre sind nicht vom Frost bedroht. Die energetische Sanierung des Gebäudes, die weitgehend fertiggestellt worden ist, wirkt sich bereits deutlich positiv aus.

In der benachbarten Haupt- und Realschule am Steinacker muss Fred Boltjen für freien Zugang sorgen. „Ohne Salz geht gar nichts“, bekennt der Hausmeister. Er kann nicht auf kompletten Maschineneinsatz zurückgreifen und muss entsprechend früher beginnen. 

Bereits um 4 Uhr hat am Montag Manuel Lopez mit dem Räumen rund um die Haupt- und Grundschule Bookholzberg begonnen. „Wir waren pünktlich fertig – und dann fällt der Unterricht aus“, sagt Lopez nicht ohne gewisses Bedauern.

Drei Hausmeister unterstützen sich bei ihrer Arbeit im Norden der Gemeinde. „Das klappt sehr gut.“ Salz stellt der Bauhof zur Verfügung – solange dort noch etwas vorhanden ist.

Eingefrorene Leitungen hat Lopez nicht zu beklagen. Lediglich das Flachdach des Schulzentrums macht ihm etwas Sorgen. Aber die Schäden werden erst offenkundig, wenn es getaut hat.

Situation entspannt

Gerald Götter, Hausmeister an der Grundschule Dürer­straße, spricht von „einer entspannten Situation“. Wer richtig plane, komme mit der verfügbaren Zeit gut aus. Streusalz hat Götter noch genügend zur Verfügung. „Der letzte Winter war Warnung genug.“

die bemüht sind, trotz der widrigen Straßenverhältnisse die

NWZ

  pünktlich auszuliefern, haben dringend darum gebeten, den Schnee nicht vom Fußweg auf die Straße zu schieben. Mit den schwer bepackten Fahrrädern sei dann kein Durchkommen mehr möglich.

Leser haben darauf hingewiesen, dass beim Räumdienst auf den Straßen speziell an Kreuzungen so gut wie nie an Fußgänger gedacht wird. Die Übergänge seien durchweg durch den geräumten Schnee blockiert, sobald der Schneepflug den Bereich passiert hat.

Der Salzvorrat der Bauhöfe in Hude und Ganderkesee neigt sich laut Aussage des KommunalService NordWest dem Ende zu.

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