GANSPE - Eine Entscheidung der Gesamtkonferenz steht noch aus. Die Schule muss improvisieren.

von HAuke Fooken

GANSPE - Die Einführung des Ganztagsbetriebs an der Grundschule Ganspe bedeutet nach Einschätzung von Ralf Mertens „eine Erweiterung der Möglichkeiten“. „Viele Kinder werden von der Ganztagsschule profitieren“, sagte der Elternratsvorsitzende gestern der NWZ .

Mit Blick auf die heutige Informationsveranstaltung (im Gasthof „Zur alten Schänke“, 20 Uhr) wies Mertens darauf hin, dass das Projekt Ganztagsschule bei manchen Eltern für Irritationen gesorgt habe. „Noch im Sommer 2004 war das kein Thema für uns, wenige Monate später soll die Grundschule Ganspe den gleichen pädagogischen Weg wie die Comenius-Schule einschlagen – das muss erst einmal erklärt werden“, so Mertens. Gerade deshalb wird es heute Abend um das Konzept der Ganztagsschule, das mögliche Programm sowie um die Teilnahmebedingungen gehen.

Bereits am Mittwoch startet dann an der Schule eine Fragebogen-Aktion. „Wir möchten wissen, wie viele Eltern ihre Kinder für die Ganztagsschule anmelden werden“, sagte Mertens. Was noch aussteht, ist auch eine Entscheidung der Gesamtkonferenz für oder wider die Ganztagsschule.

Mertens: „Es muss jedem klar sein, dass der Ganztagsbetrieb nur an beiden Berner Grundschulen gleichzeitig beginnen kann.“ Entsprechende Auflagen hätte die ehemalige Bezirksregierung Weser-Ems gemacht. Außerdem wolle auch der Berner Rat einheitliche Rahmenbedingungen im Gemeindegebiet.

Dass der Ganztagsbetrieb für die Grundschule Ganspe eine große Herausforderung ist, weiß Mertens: „Wir haben immense Raumprobleme. Es kommt schon jetzt öfter vor, dass Schüler auf dem Flur lernen, weil Gruppenräume fehlen.“ Die Raumsituation würde sich nach den Sommerferien – dem geplanten Starttermin für die Ganztagsschule – zunächst noch weiter verschärfen und Lehrern und Schülern ein hohes Maß an Improvisationskunst abverlangen.

Aber: „Letztlich kann der Standort Ganspe dadurch nur gewinnen. Schließlich kann die Gemeinde umfangreiche Fördermittel für den Um- und Ausbau der Schule beantragen.“ Überdies hofft Mertens darauf, dass die Gemeinde in ihrem Haushalt ausreichende Gelder für den Nachmittagsbetrieb bereitstellt: „Für Null ist die Ganztagsschule nicht zu bekommen.“