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Projektwoche Schüler gehen auf Entdeckungsreise

Fried-Michael Carl

GANSPE - Ein Hauch von frischen Croissants wabert durch die Räume der Grundschule in Ganspe. In einem Raum wird gesungen, auf dem Fußboden der Aula liegen drei Jungen und malen die italienische Flagge, daneben übt eine andere Gruppe konzentriert einen türkischen Tanz. Nichts erinnert an einen herkömmlichen Schulalltag. Verständlich, denn in dieser Woche arbeiten Schülerinnen, Schüler und Lehrerinnen an dem Projekt zum Thema „Kinder in anderen Ländern“.

Vier Tage lang beschäftigen sich die Grundschüler mit einem Land ihrer Wahl. Eine Gruppe hat sich für Frankreich entschieden und erste Erfahrungen mit der Sprache des Nachbarlandes gemacht. Kindgemäß werden Kultur, Geografie und vieles andere Wissenswertes des Landes von Volvic und Tour de France aufgearbeitet und bis Freitag gesammelt. Ab 16 Uhr werden an diesem Nachmittag die Projektergebnisse bei einem Schulfest präsentiert.

Hinter einer anderen Tür wird gesungen, der Text ist unverständlich, die Melodie bekannt. „Morgen kommt der Weihnachtmann“ singt man in Deutschland danach. Saniye Dikici, Erzieherin und Psychologin aus Bremen, die in dem Türkei-Projekt zu Gast ist und viel erzählt, erklärt den Kindern, dass der türkische Text vom Schulanfang handelte und Kinder sich freuen, wenn sie in die Schule kommen. In einer Ecke des Raumes ist auf einem Teppich eine Kaffeehaussituation nachgestellt. Jungen halten sich dort auf, spielen Backgammon, Mädchen haben hier nichts zu suchen. Später üben alle gemeinsam einen türkischen Tanz in der Aula.

Das Lehrerkollegium um Rektorin Andrea Selke hat keine Mühe gescheut, die Arbeit mit den einzelnen Ländern so umfassend wie nötig und so attraktiv wie möglich zu machen. Die Kinder beschäftigen sich zum Beispiel mit der Kultur der Indianer und basteln ein „Magisches Auge“. Andere setzen sich mit Amerika auseinander und erarbeiten, dass Christoph Columbus der Entdecker des Kontinents war. Sie lernen die Bundesstaaten kennen und werden später „hot dogs“ zubereiten – typisch amerikanisch halt.

In einer anderen Gruppe erfahren die Kinder, dass Afrika kein Land, sondern ein Kontinent ist, und bekommen Informationen darüber, wie Kinder ihres Alters in Togo leben. Ein Film der Deutsch-Afrikanischen Gesellschaft vermittelt ihnen erste Eindrücke dieser so fremden Welt.

Bis Freitag werden sie noch vieles erfahren oder sich erarbeiten. Dann werden sie ihre Ergebnisse stolz der Öffentlichkeit vorstellen. Und es ist nicht auszuschließen, dass auch dann ein Hauch von fremder Kultur in der Schule zu riechen ist, denn neben den Croissants wird die Frankreich-Gruppe sich im Verlauf der Woche auch im Herstellen von Baguettes und Crepes üben.

NWZ

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