Hooksiel - Die Grundschulen in Tettens und Hohenkirchen sind bereits Ganztagsschulen, jetzt soll auch die Grundschule Hooksiel Ganztagsschule werden und an drei Nachmittagen in der Woche eine Betreuung für die Kinder bis 15.30 Uhr ermöglichen.
Die Schule sollte bereits zum Schuljahr 2013/14 Ganztagsschule werden. Da bisher aber noch nicht genau geregelt ist, wie die Mittagsverpflegung an der Schule gewährleistet werden kann, wird die Grundschule erst zum Schuljahr 2014/15 Ganztagsschule werden. Das berichtete Schulleiter Harry Hahn am Dienstag im Wangerländer Schulausschuss, der in der Grundschule Hooksiel tagte.
Umfrage im Februar
„Bevor ich eine verbindliche Elternabfrage an der Schule starte, will ich genau wissen, wie die Gemeinde die Mittagsverpflegung regeln will“, sagte Hahn. Er und seine Kollegen müssten sich auf das Funktionieren des Angebots verlassen können. „Das darf keine Wackelveranstaltung werden“, warnte er. Derzeit plant Hahn mit dem Start der verbindlichen Elternumfrage Ende Februar.
Hahn hat gemeinsam mit dem Kollegium und den Eltern ein Ganztagskonzept erarbeitet, das sowohl der Landesschulbehörde als auch der Gemeinde vorliegt.
Laut einer ersten unverbindlichen Elternabfrage, die Hahn Anfang September gestartet hat, würden 50 Prozent der Eltern der derzeit 116 Schüler ein Ganztagsangebot nutzen wollen.
Für das Ganztagsangebot benötigt die Grundschule allerdings eine Mensa, denn die Eltern haben einen Rechtsanspruch auf ein warmes Mittagessen für ihre Kinder.
Zwei Möglichkeiten
Peter Podein von der Gemeinde Wangerland hat zwei Varianten für eine Mensa im Blick: Entweder das bisher nicht ausgebaute Dachgeschoss auf der linken Seite der Schule oder die Empore in der Sporthalle. „Die nötige Grundfläche wäre vorhanden“, sagte er.
Eine weitere Möglichkeit, die Kinder mit Mittagessen zu versorgen, wäre, denselben Anbieter zu nutzen wie die Oberschule Hohenkirchen. „Wir kommen derzeit mit unseren Essen nicht auf die benötige Anzahl, dadurch ist das Essen teuerer, als es sein müsste“, sagte Heyo Kemper, Schulleiter der Oberschule Hohenkirchen. Wenn die rund 60 Grundschüler hinzukämen, könnten die Preise für das Essen wieder sinken.
Ratsfrau Renate Janßen-Niemann (CDU) drängte auf eine schnelle Umsetzung des Ganztagsangebots. „Wir brauchen Planungssicherheit, die Eltern erwarten nach den Sommerferien 2014 einen Ganztagsbetrieb“, sagte sie.
