Garrel - Ihr erstes Smartphone oder Tablet erhalten Mädchen und Jungen vielfach schon in der dritten und vierten Klasse. Die Pädagogische Puppenbühne der Polizeidirektion Oldenburg aus Wilhelmshaven greift die Gefahren, die daraus resultieren auf: Am Mittwoch und Donnerstag informierten darüber die Puppenbühnen-Mitarbeiter Jürgen Paul, Kristin Lorenz und Annelie Büter an der Katholischen Grundschule Garrel in ihren Stück zur Medienprävention „Der Datensammler“.

„Wisst Ihr, was man im Internet so machen kann?“, wollen sie zunächst wissen. Youtube-Videos ansehen oder Online-Spiele spielen – darüber sind die Schüler schon sehr gut im Bilde. Welche Rückschlüsse aber schon ein Nickname oder eine E-Mail-Adresse auf die persönlichen Daten haben können, darüber sind sich wohl die wenigsten Kinder bewusst.

Nach der Aufführung mit Handpuppen, in der ein Mädchen in einem Chat einem „Datensammler“ auf den Leim geht, machten die Pädagogen jeweils im Klassenverband deutlich, wie leichtfertig sie mit ihren Daten umgehen. Auf der Straße, sagte Annelie Büter, würden die Kinder nicht irgendeinem wildfremden Mann ihre persönlichsten Daten anvertrauen. Im Internet schon.

Auch mit dem Begriff Freundschaft setzten sich die Kinder auseinander, denn der Begriff „Freunde“ im Internet führe in die Irre.

Eingebunden war die Aufführung in einen Elternnachmittag am Donnerstag, auf dem die Eltern über das Thema Medienkompetenz ihrer Kinder informiert worden seien. Das sei entscheidend, denn schließlich gäben die Eltern den Kindern die Geräte an die Hand.

Nicht selten werden Kinder in Chats und Online-Spielen von Chatpartnern angesprochen und zu einem Treffen gebeten. Eine Erfahrung, von denen auch die Garreler Mädchen und Jungen berichteten. In anderen Schulen sei es auch zu Treffen gekommen – 40 Kinder hätten ihr in den vergangenen zwei Jahren darüber berichtet, schildert Polizistin Annelie Büter – teils sogar in Kenntnis der Eltern.

In der Aufführung der Puppenbühne vor den ersten und zweiten Klassen ging es um Verkehrserziehung.