GARREL - Ordentlich ins Schwitzen sind noch einmal die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 Ra der Realschule Garrel gekommen. An den beiden letzten Schultagen wurde kräftig in die Hände gespuckt: Wurzeln wurden ausgegraben, mit der Axt hantiert, und Sand wurde geschoben. Ein Innenhof der Schule wird in den Sommerferien mit einem Dach versehen: Da mussten die Pflanzen weichen. Eigenarbeit als Instrument moderner, am Gemeinsinn orientierter Pädagogik hieß die Devise.
Ehe dieser Bereich mit Fußbodenfliesen versehen werden kann, mussten alle Pflanzen ausgegraben, die Muttererde abgefahren und Bausand eingefüllt werden. Der Innenhof ist aber mit schwerem Gerät nicht zu erreichen, es sei denn, ein großer Autokran setzte die Maschinen in den Innenhof und befördert die gefüllten Container auf den Schulhof.
Statt Autokran hieß es jetzt „Man-Power“. Die Schülerinnen und Schüler brachten Karren und Schaufeln mit und transportierten alles über einen Flur auf den Schulhof. Dadurch, so der Vorschlag des Schulleiters Hubert Looschen an die Klasse 9 Ra und die Klassenlehrerin Jutta Schmedes, ließe sich viel Geld einsparen. Einen Teil der für die Gemeinde Garrel eingesparten Gelder könne man dann für die Abschlussfahrt der Klasse im September einsetzen. Die Gemeinde stimmte zu, der Bauhof brachte notwendiges Gerät für den Abtransport der Pflanzen, des Sandes und der Steine.
Der Schweiß floss in Strömen, so manche Blase musste versorgt werden. Aber die Arbeit machte offensichtlich Spaß. Und lohnen wird sie sich auch. Hätten Firmen die Arbeit übernommen, wären einige tausend Euro fällig gewesen. Demnächst wird mit Bürgermeister Andreas Bartels verhandelt, welcher Betrag jetzt in die Klassenkasse fließen wird.
