Garrel - Nun liegen die Fakten auf dem Tisch: „Wir haben genug Schüler für eine Oberschule mit gymnasialem Zweig“, sagt der Garreler Bürgermeister Andreas Bartels (CDU). Gemeinsam mit den Fraktionsvorsitzenden Martin Ahrling (CDU), Paul Drees (SPD), Uwe Behrens (FDP) und dem 1. Gemeinderat sowie für den Schulbereich zuständigen Karl-Heinz Focken stellte der Bürgermeister am Donnerstagvormittag die Ergebnisse eines Fragebogens zur Bedarfsermittlung vor.

Der Umfrage zufolge stimmten 68 Prozent der Befragten für ein gymnasiales Schulangebot in der Gemeinde Garrel und nur 32 Prozent dagegen. Die Zahlen überraschen nicht, findet Focken, da eine Prognose dahingehend längst bestand. Die Statistik sei auf Wunsch des Landkreises Cloppenburg veranlasst worden, ergänzt er.

Befragt wurden Eltern von Kindergartenkindern und Grundschülern. Insgesamt seien 1063 Fragebögen an Kindergärten und Grundschulen der Gemeinde ausgegeben worden, von denen etwas mehr als die Hälfte, 603 Fragebögen, den Weg zurück ins Rathaus gefunden hatten.

Auch die Prognose für die nächsten Jahre fiel hinsichtlich der Schülerzahlen günstig aus. So rechne man mit 151 Schülern, die im Schuljahr 2013/2014 in die Sekundarstufe I wechseln, mit der Tendenz leicht steigend. „Wir hätten in Garrel gern ein Gymnasium aufgebaut, doch dafür reichen die Zahlen einfach nicht“, sagt Bartels. Dennoch wolle man die steigenden Schülerzahlen nicht ignorieren, sondern den Heranwachsenden eine gymnasiale Perspektive auch in Garrel anbieten. Dann hätten Nachzügler die Möglichkeit, auch später mal ein Abitur zu machen, so der Plan der Fraktionsvorsitzenden. Mit der Oberschule wolle man auch nicht mit den Cloppenburger Gymnasien in Konkurrenz treten. „Wir gefährden sie nicht“, erklärte Ahrling. Denn in der Befragung kristallisierte sich heraus, dass etwa 35,3 Prozent der Eltern ihre Kinder auch auf eines der beiden Cloppenburger Gymnasien schicken würden.

Nun gilt es, die Reaktion des Landkreises abzuwarten.