GARREL - Er wollte als der am reichsten beschenkte Schulleiter aller Zeiten aus dem Dienst scheiden, und diesen Wunsch erfüllten ihm „seine“ Schüler und Schülerinnen: Sie überreichten Hubert Looschen zum Abschied als Rektor der Haupt- und Realschule Garrel am Dienstag 5300 Euro.
Nicht, dass es ihr eigenes Geld war, aber immerhin mussten sie sich beim Sponsorenlauf mächtig dafür abrackern. Und nicht, dass das Geld für Looschen bestimmt war. Er leitet es weiter an die von ihm mitinitiierte Bürgerstiftung „Lüttke Lüe“.
Es war eine festliche Verabschiedung auf hohem Niveau. Regierungsschuldirektorin Peta Büürma lobte die hohe Reputation, die sich Looschen und damit seine Schule erworben habe und verglich sein Wirken mit einer brennenden Kerze: Sie spende Licht und Wärme, und das habe Looschen 21 Jahre als Schulleiter in Garrel getan. Verlässlichkeit, Mut und eine angemessene Risikobereitschaft hätten seine Arbeit gekennzeichnet.
Bürgermeister Andreas Bartels sprach von Wehmut, die ihn und die Gemeinde beschleiche. Der allseits beliebte Looschen habe eine große Leistung vollbracht und hinterlasse eine große Lücke. Kompetenz, Erfahrung und Tatkraft seien herausragende Merkmale gewesen.
Hendrik Grotjahn hat die Popularität Looschens anhand seiner Autogramme messbar gemacht: „Mehr als so manches Schlagersternchen“ habe er gegeben, so ungefähr 22 000, sagte Grotjahn in Anspielung auf die Unterschriften unter den Zeugnissen.
Looschen selbst dankte dem Kollegium und allen Unterstützern. Besonders aber hob er seine Sekretärinnen Doris Bünger und Ingrid Nienaber hervor. Man sei ein eingespieltes Team gewesen. Herzliche Worte hatte er auch für die Raumpflegerinnen und Hausmeister. Der Werder-Fan dürfte sich auch über Glückwünsche von der Weser gefreut haben. Klaus Allofs sandte die besten Wünsche.
Die Feier wurde von der Band der Schule, dem Chor des Kollegiums und mit einem Schüler-Sketch gestaltet.
