GARREL - GARREL/HEV - Mit zahlreichen Fragen haben sich die Mitglieder des Garreler Jagdgebrauchshundvereins (JGV) bei Bezirkshundeobmann Bernd Aumann über aktuelle Themen der Hundesausbildung informiert. Der Obmann aus Schortens betonte vor den rund 60 Hundeführern bei der Generalversammlung: „Der Einsatz von nicht geprüften Jagdhunden auf der Nachsuche bei der Jagd ist nach dem Tierschutzgesetz eine Straftat.“
Die Abnahme von Brauchbarkeitsprüfungen obliege ausschließlich der Jägerschaft, erläuterte Aumann. Er bestätigte jedoch, dass der JGV-Garrel den Hundeführern, die mit ihrem Hund eine Herbstzuchtprüfung (HZP) bestanden haben, den vollen Nachweis der jagdlichen Brauchbarkeit durch zusätzliche Prüfungen ermöglichen könne.
Beim Einsatz von so genannten Elektroreizgeräten, deren Einsatz ohne Sachkundenachweis vom Oberverwaltungsgericht Münster abgelehnt worden war, riet Aumann zum Abwarten. Den Bundesländern seien Möglichkeiten belassen, Ausnahmen zu regeln. Eine Arbeitsgruppe vom Tierschutzzentrum an der Tierärztlichen Hochschule Hannover befasse sich derzeit mit dem Thema. In Niedersachsen werden Elektroreizgeräte insbesondere bei der Abrichtung von Polizei-, Schutz- und Rettungshunden genutzt.
Je 57 Hunde hat der Garreler Verein bei der Verbandsjugendprüfung (VJP) und bei der Herbstzuchtprüfung (HZP) geprüft und zehn bei der Verbandsgebrauchsprüfung (VGP), berichtete der JGV-Vorsitzende Bernd Högemann. Zehn Hunde hätten die Prüfungen nicht bestanden. Sieger bei der VJP war der Deutsch Drahthaar Holly von der Brinkwiese (Führer Hans Fennen), bei der HZP lag der Kleine Münsterländer Fanny von Willemsgarden (Führerin Eike Herz) vorn und bei der VGP der Weimaraner Collo vom Sager Meer (Führer Hans Werner Leimküler).
Der Richterobmann des JGV-Garrrel, Enno Ockenga, überreichte Klaus Wilken aus Höltinghausen und Holger Niewint aus Oldenburg ihre Ernennungsurkunden zu Verbandsrichtern.
