GARREL - Eine Garreler Institution geht in Pension: August Böckmann ist nach 44 Jahren im Schuldienst am Dienstag in den Ruhestand verabschiedet worden.
Auf der letzten Fahrt zur Garreler Grundschule musste er nicht einmal selber in die Pedale treten, wie er es vorher in den vergangenen 31 Jahren gemacht hatte: Das Kollegium hatte ihn mit einer Rikscha abgeholt. Nach einem Gottesdienst bereiteten die rund 400 Schülerinnen und Schüler der Grundschule dem scheidenden Konrektor eine herzliche Abschiedsfeier mit dem Schulchor und einer Theatereinlage. Nach einem gemeinsamen Lied aller Schüler wandte sich Böckmann an die Kinder mit den Worten: „Ich habe nie vergessen, dass ich auch selber einmal Schüler war.“ Deshalb führte er die gute Laune nicht ausschließlich auf seine Verabschiedung, sondern auch auf die anstehenden Sommerferien zurück.
Schulleiter Norbert Högemann zitierte in seiner Ansprache Albert Einstein: „Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und Leistung.“ Verzichten wollten der Schulleiter auf seine Rede vor zahlreichen Ehrengästen nicht. Eingeladen hatte August Böckmann, der seit 1990 ständiger Diakon der katholischen Kirchengemeinde ist, auch die Bediensteten und Ehrenamtlichen der katholischen Kirchengemeinde.
Schulleiter Högemann erinnerte mit zahlreichen Bildern an den Werdegang des künftigen Pensionärs: Nach dem Abitur in Handrup studierte Böckmann fünf Fächer in Vechta. Seine erste Stelle bekleidete der Vater dreier Kinder in Sustrum im Emsland, bevor er zum 1. August 1978 die Stelle als stellvertretender Schulleiter in Garrel antrat. In der Schule engagierte sich Böckmann etwa als Jurymitglied beim plattdeutschen Lesewettbewerb; seit vielen Jahren ist er auch im Nikolausbüro aktiv, belegte die Bilderschau von Högemann.
„Du wirst im Kollegium eine große Lücke hinterlassen“, sagte Bürgermeister Andreas Bartels. Er sprach den Dank von Rat und Verwaltung aus und überreichte einen Blumenstrauß an Ehefrau Elisabeth und einen Essensgutschein.
