Garrel - „Beeindruckend“ – dieses Adjektiv ist häufiger zu hören, wenn über den Neubau der Kindertagesstätte Christophorus in Tweel die Rede ist. „Ein Traum“ nennt ihn Einrichtungsleiterin Bärbel Dellwisch. Die Arbeiten sind weit vorangeschritten, Fliesenleger und Maler haben nunmehr ihre Arbeiten aufgenommen. Garrels Bürgermeister Thomas Höffmann und Bauamtsleiter Ewald Bley informierten am Donnerstag die NWZ bei einem Rundgang über den Stand der Arbeiten.
Der Betrieb in dem rund 2,25 Millionen Euro teuren Gebäude, das in V-Form errichtet wird, soll zum neuen Kindergartenjahr im August aufgenommen werden. Die Entwürfe dafür sind das Resultat eines Architektenwettbewerbs, der im Frühjahr 2018 durchgeführt worden war. Die konkreten Planungen wurden im Herbst 2018 aufgenommen, die Bagger rollten im April vergangenen Jahres an.
Die Einrichtung wird künftig eine Krippengruppen und drei Kindergartengruppen zählen – im Altbau werden eine weitere Krippen- und eine Kindergartengruppe als Übergangslösung untergebracht. „Damit entspannt sich die Situation in Garrel deutlich“, freut sich Bürgermeister Höffmann. Der Neubau wird über den Parkplatz auf der Rückseite neben der Turnhalle betreten. Direkt links neben dem Eingangsbereich wird ein Bewegungsraum geschaffen, der auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. Weiterhin genutzt wird in Absprache mit der Grundschule Tweel aber auch die Turnhalle. Rechts neben dem Eingang wird die Kita-Leiterin Bärbel Dellwisch ihr neues Büro beziehen – den Eingangsbereich über eine große Glasfront stets im Blick.
Geradeaus führt der Weg geradewegs in die Caféteria, an die auch eine Küche angeschlossen ist. Von dort führen auch Türen in den Spielplatzbereich.
Links geht es in den Kindergartenbereich mit drei gleich aufgebauten Gruppenräumen. Sie werden jeweils durch Waschräume mit Toiletten, Abstellraum und Nebenraum für die Kleingruppenarbeit ergänzt. Zusätzlich erhält jede Gruppe eine Küchenzeile.
Insgesamt sei viel Wert auf Schallschutz gelegt worden, so Bauamtsleiter Bley. Ähnlich wie in der Kindertagesstätte St. Peter und Paul erhalten die Gruppenräume eine Empore. Darüber sind die drei Gruppen auch miteinander verbunden. Zudem gibt es auf dieser Ebene auch noch Stauraum. Höher hinaus geht es nicht. „Wir hatten den Platz und konnten ebenerdig planen“, schildert Bley. So stehen rund 1300 Quadratmeter Nutzfläche und etwa 6500 Kubikmeter umbauter Raum zu Buche.
Neben dem Gruppenraum geht es auf den Spielplatz. Dabei passieren die Mädchen und Jungen allerdings eine Wand, die künftig als Informationsboard dienen soll – „eine Idee der Erzieherinnen“, sagt Bley. Die Corona-Krise haben zu keinen Engpässen auf der Baustelle geführt, ist der Bauamtsleiter froh. Die beauftragten Firmen hatten frühzeitig das Material bestellt.
Bärbel Dellwisch war von Beginn an in die Planungen einbezogen; viele Ideen seien umgesetzt worden. Froh ist sie darüber, dass auch die fünf zusätzlich notwendigen Erzieherinnen gefunden wurden. Genügend Platz für Besprechungen bietet die Kita im anderen Schenkel des V-förmigen-Gebäudes künftig ebenso wie die Gelegenheit für die Krippenkinder, sich in die zwei Schlafräumen zurückzuziehen.
