Garrel - Wie entwickeln sich die Schülerzahlen? Einen Überblick gibt die Gemeindeverwaltung jährlich im Schulausschuss. Karl-Heinz Focken stellte dabei jüngst fest, dass sich auch die Gemeinde Garrel wohl auf Dauer auf sinkende Schülerzahlen einstellen müsse. Jedenfalls nach den Geburtenzahlen des Meldeamtes beurteilt. Zu- und Wegzüge sind nicht berücksichtigt, insofern ließen die Zahlen keine Prognosen über die zukünftige Zügigkeit der Grundschulstandorte zu, so Erster Gemeinderat Karl-Heinz Focken.

Aktuell ist der zweite Schuljahrgang mit insgesamt 173 Schülerinnen und Schülern am geburtenstärksten – eine Zahl, von der auch die nächsten Jahre weit entfernt sind. Der jetzige Jahrgang hat dagegen nur 140 Schüler. Nur 134 Erstklässler werden es laut Prognosen im Jahr 2020 werden.

Danach steigt die Einschulungszahl wieder auf 163. Bis auf den Ausreißer im Jahr 2023 mit 162 Erstklässlern bewegt sich die Zahl bis 2025 im Bereich von 140 bis 150 Schülern.

Wie sehen die Zahlen für die einzelnen Schulen aus? Die größte Grundschule Garrel wird voraussichtlich im Jahr 2022 mit 81 den niedrigsten Erstklässlerstand seit Jahren haben. Zwar steigt die Zahl nochmals bis fast an 100 im Jahr darauf, aber pendelt sich danach unter 90 ein. In der Grundschule Tweel werden nächstes Jahr laut Prognose 15 Schüler eingeschult, 2023 wird es mit 23 einen Ausreißer nach oben geben – dann werden die im Jahr 2016/2017 geborenen Kinder eingeschult –, im Jahr darauf mit zwölf nach unten.

32 Schüler wie derzeit in der zweiten Klasse des Schulverbundes Nikolausdorf/Beverbruch – das wird in den nächsten Jahren unerreichtes Ziel sein. 20 Erstklässler werden 2024 und 2025 erwartet. Erkennbaren Einfluss auf die Geburtenzahlen in einem Kirchdorf hat die Ausweisung neuer Baugebiete, in die häufig jüngere Paare ziehen. Insofern können sich die Nikolausdorfer Hoffnungen auf in Zukunft steigende Zahlen machen, wird doch dort ein neues Baugebiet entwickelt – ebenso wie auch in Beverbruch.

Die zehn Erstklässler, die derzeit in Falkenberg (Schulverbund mit Varrelbusch) die erste Klasse besuchen, sind der niedrigste Stand seit längerem. 2024 wird ein Höchststand von 27 Erstklässlern erwartet – 19 alleine werden der Grundschule Varrelbusch zugeordnet. Im Jahr darauf sind es dort aber zehn Schüler weniger.

Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)