Garrel - An der Oberschule Garrel hat sich eine gute neue Initiative entwickelt: Auf Anregung der stellvertretenden Direktorin Alexandra Stolle übernahmen die Schüler die Haussammlung für die Deutsche Kriegsgräberfürsorge. In diesem Jahr wird ein Jubiläum gefeiert: Gesammelt wird zum zehnten Mal.

Ab sofort sind 31 Teams, die aus 71 Schülern gebildet werden, in der gesamten Gemeinde unterwegs. Sie sind ausgestattet mit einer Sammelliste, in die sich Spender eintragen können, und einer versiegelten Sammeldose. Liste und Dose stellt der Leiter des Ordnungsamtes der Gemeinde Garrel, Wilfried Schewe, zur Verfügung. Er nimmt nach Abschluss der Aktion die Dosen wieder entgegen und wertet das Sammelergebnis aus. Im Vorjahr kamen so über 5000 Euro zusammen.

Die Schüler sind ehrenamtlich tätig. Eine kleine Belohnung gibt es dennoch. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge stellt eine Urkunde aus, die die Schüler demnächst ihren Bewerbungsmappen beilegen können. Damit die Schüler genau wissen, in welchen Straßen sie sammeln sollen, hat Wilfried Schewe für jede Gruppe eine Karte vorbereitet und das Sammelgebiet markiert.

Der Volksbund betreut weltweit etwa 2,7 Millionen Gräber gefallener Soldaten auf 800 Friedhöfen. Mit verschiedenen Projekten werden pro Jahr 10 000 junge Menschen erreicht. „Kriegsgräber sind eine Aufforderung zu Frieden, für Toleranz und Menschlichkeit“, schreibt der Volksbund. Garrels Schüler stellen sich gern dieser Herausforderung.