Harpstedt - „Aus meiner Sicht ist bislang alles gut gelaufen.“ Diese Zwischenbilanz zog Landwirt Frieder Eiskamp, Lieferant der Biogas-Wärme für die Harpstedter Schulen und das Rosenfreibad, im Schulausschuss der Samtgemeinde. Im Keller der Grundschule hatte Eiskamp den Ausschussmitglieder die neue Technik, die dort seit einem Jahr in Betrieb ist, erklärt.

Sieben Abnahmestellen gehen von dem Blockheizkraftwerk am Freibad Richtung Schulen aus. Bei Wartungsarbeiten oder zu Spitzenzeiten im Winter sorgt der bislang genutzte, mit Gas befeuerte Kessel in der Haupt- und Realschule für eine ausreichende Versorgung. Auch der relativ neue Kessel im alten Gebäudeteil der Grundschule könne zugeschaltet werden. Aus diesem Grund sei es möglich, so Eiskamp, dass der Samtgemeinde eine Gasrechnung für die Schulen nicht völlig erspart bleibe.

Um die Versorgungssicherheit so gut es geht sicherzustellen, habe er sogar 80 000 Euro mehr investiert als ursprünglich geplant, berichtet der Biogasanlagen-Betreiber. Somit belaufen sich seine Ausgaben für das Wärmenetz ab Blockheizkraftwerk auf 726 000 Euro. Die Samtgemeinde habe durch die alternative Wärmeversorgung nicht nur die Hälfte des üblichen Gaspreises gespart, sondern konnte auch das Delmebad bei der Sanierung ohne Kessel und den dafür notwendigen Platz planen.

„Gibt es einen Notfallplan dafür, wenn einmal sowohl Blockheizkraftwerk als auch Gaskessel ausfallen?“, wollte Heinz-Jürgen Greszik (SPD) wissen. Den Ausfall beider Energiequellen hielt Eiskamp für relativ unwahrscheinlich. Zur Not könne er ein externes „Hotmobil“ auf Rädern besorgen, das die Versorgung für gewisse Zeit übernehmen könne. Wenn jedoch eines Tages der große Gaskessel in der Haupt- und Realschule, der zurzeit noch für die Versorgungssicherheit eine große Rolle spielt, abgängig ist, muss die Samtgemeinde überlegen, ob eine Neuinvestition sinnvoll ist.