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Gebietsreform Kleines Team gut für Auszubildende

Hans Begerow
ZETEL - Das Büro von Edith Sommer (58) im Rathaus der Gemeinde Zetel war früher Bestandteil der Hausmeisterwohnung. 40 Jahre ist das her, als die Verwaltungsangestellte nach ihrer Prüfung und abgeschlossenen Verwaltungslehrer im Zeteler Sozialamt begann. Das war nach der Gebietsreform 1972 gewesen. Edith Sommer (geb. Töben) hatte nach der Schulzeit in Grabstede und Bockhorn zum 1. April 1969 eine Lehre bei der damals selbstständigen Gemeinde Neuenburg begonnen und abgeschlossen. Mit ihren Kollegen Edith Lübben und Friedhelm Lammers zählt sie zu den Mitarbeitern, die den Wechsel von der Gemeinde Neuenburg zur neuen Gemeinde Zetel vor genau 40 Jahren erlebte. Zum 1. Juli 1972 waren die beiden Gemeinden damals zusammengegangen (die

NWZ

  berichtete).

Gemeindedirektor war damals in Zetel Willi Menke. Sein Kollege in Neuenburg, Dr. Martin Miederer, war mit der Gebietsreform in den Ruhestand getreten. Er war von 1962 bis 1972 Gemeindedirektor der kleinen Gemeinde gewesen. Für die knapp zehn Mitarbeiter im Rathaus Neuenburg gab es nun neue Arbeitsplätze – die meisten in Zetel, wo im Rathaus am Ohrbült auch noch die Oldenburgische Landesbank mit einer Filiale residierte.

Verwaltungsmitarbeiter Fritz Thien blieb nach dem Zusammenschluss der Gemeinden in der Außenstelle Neuenburg des Rathauses Ansprechpartner für die Bewohner des Ortes. Ihre Lehre begonnen im Rathaus Neuenburg hatte am 1. April 1972 Edith Lübben (55), damals unter ihrem Geburtsnamen. Volkers. Sie wurde am 1. Juli 1972 von der Gemeinde Zetel übernommen. Statt mit dem Rad von Ruttel nach Neuenburg zum Schloss, wo die Gemeindeverwaltung auf Initiative von Gemeindedirektor Miederer nach dem Ende der Landfrauenschule untergekommen war, fuhr sie jetzt nach Zetel zum Rathaus am Ohrbült. Die beiden langjährigen Mitarbeiterinnen der Gemeindeverwaltung erinnern sich an die sparsame Ausstattung der Büros im Rathaus. Ein Küchenstuhl diente Edith Sommer damals als Bürostuhl am Arbeitsplatz. Und groß war der Schreibtisch im Sozialamt auch nicht, Schreibmaschinen gab es und – immerhin – in jedem Büro ein Telefon. Später arbeiteten die beiden Kolleginnen gemeinsam im Sozialamt – bis zur Geburt der Kinder im Jahr 1986.

Die beiden haben ein angenehme Erinnerung an das Rathaus im Schloss. Der kleine Kollegenkreis bewirkte, dass die Auszubildenden Einblicke in sämtliche Verwaltungsarbeiten bekamen. „Es war eine sehr schöne Zeit“, so Edith Lübben, die seit elf Jahren im Bürgerbüro tätig ist. Und für Edith Sommer war der Kollegenkreis in Neuenburg „wie eine Familie“. Zu den Neuenburgern zählte übrigens auch der langjährige Gemeindekämmerer Friedel Duden, der nach seinem Ausscheiden eine Periode Mitglied des Rates gewesen war.

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