NWZ
berichtete).Gemeindedirektor war damals in Zetel Willi Menke. Sein Kollege in Neuenburg, Dr. Martin Miederer, war mit der Gebietsreform in den Ruhestand getreten. Er war von 1962 bis 1972 Gemeindedirektor der kleinen Gemeinde gewesen. Für die knapp zehn Mitarbeiter im Rathaus Neuenburg gab es nun neue Arbeitsplätze – die meisten in Zetel, wo im Rathaus am Ohrbült auch noch die Oldenburgische Landesbank mit einer Filiale residierte.
Verwaltungsmitarbeiter Fritz Thien blieb nach dem Zusammenschluss der Gemeinden in der Außenstelle Neuenburg des Rathauses Ansprechpartner für die Bewohner des Ortes. Ihre Lehre begonnen im Rathaus Neuenburg hatte am 1. April 1972 Edith Lübben (55), damals unter ihrem Geburtsnamen. Volkers. Sie wurde am 1. Juli 1972 von der Gemeinde Zetel übernommen. Statt mit dem Rad von Ruttel nach Neuenburg zum Schloss, wo die Gemeindeverwaltung auf Initiative von Gemeindedirektor Miederer nach dem Ende der Landfrauenschule untergekommen war, fuhr sie jetzt nach Zetel zum Rathaus am Ohrbült. Die beiden langjährigen Mitarbeiterinnen der Gemeindeverwaltung erinnern sich an die sparsame Ausstattung der Büros im Rathaus. Ein Küchenstuhl diente Edith Sommer damals als Bürostuhl am Arbeitsplatz. Und groß war der Schreibtisch im Sozialamt auch nicht, Schreibmaschinen gab es und – immerhin – in jedem Büro ein Telefon. Später arbeiteten die beiden Kolleginnen gemeinsam im Sozialamt – bis zur Geburt der Kinder im Jahr 1986.
Die beiden haben ein angenehme Erinnerung an das Rathaus im Schloss. Der kleine Kollegenkreis bewirkte, dass die Auszubildenden Einblicke in sämtliche Verwaltungsarbeiten bekamen. „Es war eine sehr schöne Zeit“, so Edith Lübben, die seit elf Jahren im Bürgerbüro tätig ist. Und für Edith Sommer war der Kollegenkreis in Neuenburg „wie eine Familie“. Zu den Neuenburgern zählte übrigens auch der langjährige Gemeindekämmerer Friedel Duden, der nach seinem Ausscheiden eine Periode Mitglied des Rates gewesen war.
