Osternburg/Donnerschwee - Vorrangig mit dem rücksichtslosen Verhalten von Autofahrern befassen sich die neuen Hinweise, die für die NWZ -Aktion „Sicherer Schulweg“ eingegangen sind. Hier können besorgte Bürger Gefahrenpunkte im Straßenverkehr melden und auch Verbesserungsvorschläge machen. Die Hinweise werden veröffentlicht und an die Stadtverwaltung weitergeleitet.

In der nächsten Woche geht die Schule wieder los, und dann wird sich dem Oldenburger Gerd Prahm auf seinem Weg zur Arbeit wohl wieder ein Bild bieten, das er „mit Unverständnis und Kopfschütteln“ registriert. Er beschreibt die morgendliche Situation an der Paul-Maar-Schule an der Bremer Heerstraße, zu der sehr viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto bringen: „Der Parkstreifen an der Schule reicht nicht aus, um all diese Fahrzeuge aufzunehmen. Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es keinen Parkstreifen, hier wird einfach auf dem Grünstreifen geparkt und die Kinder werden dann irgendwie über die Straße gelotst, ohne die 100 Meter entfernte Druckampel zu benutzen. Schon dieses verantwortungslose Handeln bedarf keiner weiteren Kommentierung“.

Gerd Prahms Alternativen für das Parkproblem: „Etwa 100 Meter vor der Schule gibt es das Restaurant Mediteran auf der gleichen Straßenseite. Zu Schulbeginn herrscht hier kein Publikumsverkehr, so dass die Restaurant eigenen Parkplätze nach Absprache sicherlich nutzbar wären. Gut 180 Meter hinter der Grundschule gibt es die GTÜ-Prüf-stelle mit ihrem großen Hof. Betriebsbeginn ist erst um 9 Uhr.“

Brenzlige Situationen beobachtet Claudia Webermann immer wieder an der Grundschule Auf der Wunderburg, Ekkardstraße. „Die Schule liegt an einer Kreuzung in einer Tempo-30-Zone. Es gibt nur einen Zebrastreifen, es gilt die Rechts-vor-links-Regelung, die anscheinend kaum ein Autofahrer noch kennt. Es ist für Erwachsene schon schwer, da einen Weg über die Straße zu finden, weil alles voller Autos und Radfahrer ist. Wie sollen Kinder das überblicken können?“ Kinder würden auf dem Zebrastreifen angehupt und zur Eile getrieben, sagt Claudia Webermann. „Viele sind dadurch total verängstigt-“ Sie wünscht sich hier Kontrollen von der Polizei oder der Stadt. „Vielleicht kann ja auch ein zweiter Zebrastreifen bewilligt werden“, hofft sie.

Hans Herzig weist auf ein Problem hin, dass es wahrscheinlich in vielen Straßen gibt: die Schlaglöcher in der Steubenstraße. „Hier muss man ständig Slalom fahren, wenn das bei dieser Enge überhaupt geht.“

Susanne Gloger
Susanne Gloger Redaktion Oldenburg