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Prävention Gefahren kinderleicht aufzeigen

Wildeshausen - „Wer von Euch hat Whats-App auf seinem Handy?“ Bei dieser Frage schnellten viele Zeigefinger der Dritt- und Viertklässler der Wallschule in Wildeshausen in die Höhe. Am Dienstag ist das Pädagogische Puppentheater der Polizeidirektion Oldenburg aus Delmenhorst in der Grundschule zu Gast gewesen. Es führte verschiedene Stücke auf: Für die Erst- und Zweitklässler ging es um Verkehrserziehung, für die Dritt- und Viertklässler um Gewaltprävention und soziale Netzwerke. Und da war eben auch der Nachrichtendienst Whats-App ein Thema.

Freunden schreiben

„Ich schreibe oft mit meinen Freunden“, sagte die neunjährige Leona. Ihre Mitschüler pflichteten ihr bei. Natürlich hätten sie Whats-App, sagten Marlon (9) und Maksim (9). Nur Jonas habe kein Whats-App. „Ich habe nämlich auch kein Handy“, sagte der Neunjährige. Das wolle er auch erstmal nicht.

Aber was für Gefahren verbergen sich hinter solchen Netzwerken? Das sollte das Stück „Netz-Dschungel“ aufzeigen. Es ging darin um Basti, der eine Reise durchs Internet erlebte. Er lernte, wie leichtsinnig man persönliche Daten freigibt und dass „Chatfreunde“ nicht gleichzusetzen sind mit richtigen Freunden. „Das Stück ist so konzipiert, dass die Kinder mit eingebunden werden“, erklärte dazu Kerstin Wulfekuhl von der Polizeipuppenbühne. Die Figuren versuchten den Kindern zu verdeutlichen, dass sie in Chats nicht irgendwelche Daten herausgeben dürfen. „Zwölf Prozent der Kinder chatten mit Fremden“, ergänzte Kollegin Jutta Hartz. Hartz und Wulfekuhl wissen: Die Dritt- und Viertklässler kennen sich heutzutage in den sozialen Netzwerken gut aus.

„Das Handy ist bei den Schülern ein gängiges Medium“, beobachtete auch Rektorin Roswitha Remmert. Gerade deshalb hätten Lehrkräfte und Eltern in diesem Bereich einen Erziehungsauftrag. Unter anderem durch ältere Geschwister kämen einige Kinder an Gewalt-Spiele fürs Smartphone, die ab 16 Jahre sind. Grenzen gibt es dennoch: So ist in der Schule das Spielen am Handy untersagt. Eine Regel, an die sich die Kinder ohne Protest halten würden, sagte die Rektorin. Die Botschaft des Stückes kam an. „Ich fand’s cool“, sagte der neunjährige Marlon. Auch Lehrerin Antje Upplegger hatte das Gefühl, dass es bei ihrer vierten Klasse etwas bewirkte: „Die Schüler haben es positiv aufgenommen.“

Vertiefung im Unterricht

Ein weiteres Thema war die Verkehrserziehung. Unter dem Titel „Geschnallt?!“ lernten die Erst- und Zweitklässler, wie wichtig es ist, sich anzuschnallen. „Es ist nach wie vor, seit 20 Jahren, Thema“, sagte Björn Reschke-Thein von der Polizeipuppenbühne. Oft genug erlebten es Kinder heutzutage noch, dass selbst Erwachsene sich nicht anschnallen.

Was das Thema soziale Netzwerke angeht, geht der Unterricht an diesem Mittwoch weiter: Dann kommen Puppenbühnen-Schauspieler in die einzelnen Klassen, um mit den Schülern über Whats-App und Co. zu sprechen.

Verena Sieling
Verena Sieling Redaktion Wildeshausen
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