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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung

Gegen Frust im Job vorgehen

19.07.2014

Hamburg Der beste Job, der meiste Erfolg, die höchsten Erwartungen – für viele muss das Leben ein einziger Superlativ sein. Das sorgt schnell für Frust. Den vielen Ansprüchen könne man gar nicht gerecht werden, sagt Juliane Dreisbach, Psychologin und Coach. Dabei lässt sich so mancher Motivationskiller bekämpfen. Doch was raubt uns eigentlich den Elan im Job? Mangelnde Anerkennung: Nicht gemeckert ist genug gelobt – nach diesem Grundsatz handeln immer noch viele Führungskräfte. Das schlaucht. Doch Anerkennung vom Arbeitgeber lasse sich nicht einfordern, sagt der Hamburger Diplom-Psychologe Tom Diesbrock. Statt dem Lob vom Chef hinterherzulaufen, ist es häufig nachhaltiger und zufriedenstellender, selbst die eigenen Leistungen anzuerkennen.

Der Psychologe und Motivationstrainer Rolf Schmiel aus Essen rät zu einem Kunstgriff, wenn ein Projekt gut gelaufen ist, das Lob vom Chef aber ausbleibt. „Man kann sich die eigenen Erfolge vor Augen führen, indem man nach einem erfolgreichen Projekt ein Foto mit den Partnern macht.“
 Zu viel Ablenkung: Mails, Anrufe und dann noch plaudernde Kollegen, da wächst einem die Arbeit schnell über den Kopf. Um in diesem Chaos konzentriert zu arbeiten, hilft es nur, sich immer wieder kurz zurückzuziehen. „Eine Zeit lang keine Mails lesen, das Telefon umleiten und, wenn möglich, die Tür schließen“, rät Psychologe Diesbrock.
  Unordentlicher Schreibtisch: Es mag Menschen gehen, die das Chaos brauchen, um zu Hochtouren aufzulaufen. Sie sind aber die Ausnahme. In der Regel lenkt ein zu voller Arbeitsplatz ab. „Unerledigte Arbeit auf dem Schreibtisch in Form einer überquellenden Ablage versetzt uns in Stress“, sagt Diesbrock. Ideal: festen Termin zum Aufräumen festlegen.
Fehlende Energie: „Viele Mitarbeiter wollen alles geben, sind aber irgendwann psychisch und physisch gar nicht mehr dazu in der Lage“, warnt Psychologe Schmiel. Wichtig ist deshalb, die eigenen Akkus regelmäßig aufzuladen.
 Zu viele Projekte: „Multitasking ist ein Mythos“, sagt Psychologe Diesbrock. Kein Mensch könne mehrere Projekte gleichzeitig erledigen. Daher sei eine klare Ziel- und Prioritätensetzung wichtig. „Dazu gehört auch der Mut, dem Chef zu sagen, dass man das neue Projekt nicht annehmen kann, wenn das alte noch nicht abgeschlossen ist“, sagt Psychologe Schmiel.

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