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von ulrich schönborn
Frage:
Welche Idee steckt hinter dem Gehbus?
loers:
Kinder laufen in Gruppen auf festgelegten Routen unter Aufsicht von Eltern gemeinsam zur Schule und zurück. An Haltestellen können sie zu- oder aussteigen.
Frage:
Was sind die Vorteile?
Loers:
Die Kinder sind auf dem Schulweg sicher vor Verkehrsgefahren und Übergriffen. Außerdem bewegen sie sich morgens vor der Schule an der frischen Luft, tanken Sauerstoff und können sich schon mal ausquatschen. Für die Eltern bedeutet der Gehbus Entlastung, weil sie ihre Kinder nicht mehr jeden morgen einzeln zur Schule bringen müssen, sondern nur noch abwechselnd die Gehbus-Gruppe begleiten. Außerdem reduziert der Gehbus den Autoverkehr vor der Schule. Das Projekt hat also für alle nur Vorteile.
Frage:
Wann wird der erste Gehbus in Jever laufen?
Loers:
Ich hoffe, dass es nach den Sommerferien losgehen kann. Das hängt jetzt von den Eltern ab, die sich für den Gehbus ja selbst organisieren müssen.
Frage:
Gibt es schon eine Route für einen Gehbus.
loers:
Eine Route wird aus dem Wohngebiet Klein Grashaus über die Augustenstraße und den Ibenweg zur Grundschule Harlingerweg führen. Weil die Kinder dabei die viel befahrene Mühlenstraße überqueren müssen, brauchen wir hier Elternlotsen. Die sollen jetzt in Zusammenarbeit mit der Polizei ausgebildet werden.
Frage:
Gibt es weitere Pläne?
Loers:
Das müssen die Elternabende an den Grundschulen zeigen, in denen wir das Projekt noch einmal vorstellen werden. Die Erfahrung in anderen Kommunen zeigt, dass man erst mal einen Gehbus am Laufen haben muss – dann werden auch andere folgen.
Stadtelternrat, Familienbündnis, Stadtverwaltung und Polizei wollen in Jever einen so genannten
„Walking Bus“ („Gehbus“) für Grundschulkinder einrichten. Nach den Sommerferien soll der erste Gehbus laufen, sagt Jevers Gleichstellungsbeauftragte Yvonne Loers im
NWZ -Interview.