GEHLENBERG - Als sich Karl und Hedwig Wekenborg am 25. September 1957 in der Probsteikirche St. Georg in Vechta das Ja-Wort gaben, hatten sie von der Ortschaft Neuvrees im damaligen Landkreis Aschendorf – Hümmling noch nie etwas gehört. Sie ahnten nicht, dass sie bis zur Goldenen Hochzeit über 40 Jahre hier leben würden.

Karl Wekenborg ist als jüngstes von elf Kindern am 5. Februar 1931 auf dem elterlichen Hof in Loherfeld bei Haselünne geboren. Er besuchte nach der Volksschule das Gymnasium in Meppen. Hier machte er 1952 Abitur und studierte an der Pädagogischen Hochschule Vechta Lehramt für Volksschulen. Hedwig Dierks wurde am 13. August 1933 in Vechta geboren. Nach dem Schulabschluss an der Liebfrauenschule 1952 arbeitete sie als Büroangestellte in einem Baustoffhandel.

1954 lernten sich die beiden in Vechta kennen, nach der Hochzeit zogen sie nach Börgerwald, wo Karl Wekenborg seit 1955 als Volksschullehrer angestellt war. In den folgenden Jahren wurden die Kinder Gabriele, Matthias und Ludger geboren. 1964 wurde Karl Wekenborg als Leiter an die damalige Volksschule Neuvrees versetzt, die Familie wohnte gegenüber der Schule an der Feldstrasse. 1971 kam der jüngste Sohn Christoph zur Welt. 1987 bauten sie ihr Haus am Eichenwall. Die Grundschule Neuvrees leitete Karl Wekenborg bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1996.

Karl und Hedwig Wekenborg nahmen den Ort Neuvrees als ihre Heimat an. Sie übernahmen Aufgaben im Dorf und in der Kirchengemeinde St. Prosper Gehlenberg. So war Hedwig Wekenborg mehr als 30 Jahre Vorsitzende der Frauengemeinschaft, gründete die Missionsgruppe mit und leitet bis heute die Seniorenarbeit in der Kirchengemeinde.

Karl Wekenborg ist seit über 35 Jahren Dirigent des Männergesangvereins „Fidelitas“ Gehlenberg und seit 25 Jahren musikalischer Leiter der Akkordeongruppe „Lumus“. Als Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Neuvrees nahm er über zwei Jahrzehnte im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ Einfluss auf die Ortsentwicklung, war als Gründungsmitglied über 20 Jahre Schriftführer des Heimatvereins und über zehn Jahre Vorsitzender des Pfarrgemeinderates. Den Lektordienst in der Kirche nimmt er seit 60 Jahren wahr.

In vielen sozialen Bereichen sind die Eheleute bis jetzt aktiv, auch wenn sie die Leitung zahlreicher Aufgaben längst in jüngere Hände abgegeben haben. Neben der Seniorenarbeit im Ort und der Leitung des Männerchores bleibt Zeit für den Garten, Fahrradtouren und Spaziergänge im Eleonorenwald.

Sohn Christoph, Dominikanerpater in Düsseldorf, wird heute den Dankgottesdienst anlässlich des Ehejubiläums in St. Prosper zelebrieren, bevor mit den Kindern, vier Enkeln, Verwandten, Nachbarn und Freunden gefeiert wird.