Wahnbek - „Das Auto bleibt zu Hause stehen, die Kinder wollen alleine gehen“, heißt es in dem Lied, das die Wahnbeker Grundschüler am Dienstag in ihrer Sporthalle anstimmen. Das Stück handelt vom Schulexpress, der sicherstellen soll, dass die Mädchen und Jungen sicher zur Schule kommen.
Seit Dienstag gibt es diesen Schulexpress auch in Wahnbek, wobei es sich nicht um einen Bus oder ein anderes Transportmittel handelt, sondern um ein Netz aus 13 Haltestellen im Ort (siehe Infokasten rechts). Diese dienen den Kindern als Treffpunkt, um gemeinsam zur Schule zu gehen. Und Eltern können ihre Steppkes statt zur Grundschule zu einer dieser Haltestellen bringen.
„Damit wir vor der Schule nicht mehr so viel Verkehr haben“, sagt Schulleiterin Theodore Lohde. Denn der Parkstreifen an der Schulstraße sei eigentlich nur für Busse gedacht. Das sehen einige Eltern offenbar anders und halten dort gerne, um ihre Kinder aus- oder einsteigen zu lassen. Erst im jüngsten Elternbrief hatte die Schulleiterin die Problematik erneut aufgegriffen.
Gefährliche Verkehrssituationen sollen nun der Vergangenheit angehören. Und damit die Grundschüler den richtigen Weg auch finden, schreitet Klaus Blaser von der Polizei in Bad Zwischenahn ihn am Dienstag gemeinsam mit den Kindern ab. Im Gepäck hat er eine Schablone und eine Spraydose.
An der Ampelkreuzung Butjadinger Straße/Schulstraße heißt es Stopp: Blaser legt die Schablone aufs Pflaster, sprüht gelbe Farbe darauf und schon zeigen zwei kleine Füßchen den Kindern, wo sie langgehen dürfen – und ein gelber Strich, wo sie anhalten müssen.
Während ein Teil der Schüler im Ort unterwegs ist, können sich die anderen an verschiedenen Stationen austoben. Rektorin Theodore Lohde verweist denn auch noch auf einen weiteren Effekt des Schulexpresses: „Wenn ihr morgens frische Luft kriegt, seid ihr in der Schule fit.“ In die Realisierung des Projektes sind auch die Eltern sowie Sponsoren eingebunden. Mitarbeiter des Bauhofs stellten die Haltestellenschilder auf.
