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Gelebte Demokratie

von ulrich schönborn

Frage:

Mit welchen Gefühlen verfolgen Sie die Diskussion um die Sanierung der Schule in Cleverns?

von heynitz:

Es sind sicherlich gemischte Gefühle. Grundsätzlich ist es schön und richtig, wenn die Stadt Jever drei Grundschulstandorte erhält. Und es macht großen Sinn, wenn der Kindergarten Sandelermöns in den Standort Cleverns integriert wird.

Frage:

Warum?

von Heynitz:

Derzeit besuchen nur acht Kinder aus Sandelermöns den Kindergarten. Der Rest der Kinder wird aus dem Stadtgebiet nach Sandelermöns gefahren. Bei weiter sinkenden Kinderzahlen macht der Erhalt des Standorts deshalb keinen Sinn. Zudem entspricht die Zusammenlegung den modernen pädagogischen Anforderungen an den Unterricht im Primarbereich.

Frage:

In der Diskussion geht es aber auch um die Funktion des Kindergartens für die Dorfstruktur in Sandelermöns – das gleiche Argument wird ja auch von Befürwortern des Grundschulstandorts Cleverns ins Feld geführt. . .

von Heynitz:

Der Kindergarten ist ohne Frage eine tolle Einrichtung. Wenn man aber das ausgefeilte Sanierungs- und Schulentwicklungskonzept der Stadt Jever sieht, sind die Argumente für eine Verlegung nach Cleverns aber einfach stichhaltiger. Ich würde mir wünschen, dass genug Kinder für beide Einrichtungen da sind. Aber das ist leider nicht der Fall.

Frage:

Wagen Sie eine Prognose, wie die politische Entscheidung ausfällt?

von Heynitz:

Ich wage keine Prognose und möchte da auch nicht spekulieren. Das ist eine politische Entscheidung und gelebte Demokratie.

Mit Blick auf die Entwicklung der Kinderzahlen in Jever ist die umstrittene Zusammenlegung des Kindergartens Sandelermöns und der Grundschule Cleverns durchaus sinnvoll. Das sagt der Leiter der Grundschule Cleverns, Michael von Heynitz, im NWZ -Interview.

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