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Projekt Gemeinsam mit viel Spaß kochen

Ellen Kranz

Barßel - Eifrig schnippelt Anja Feuersenger Birnen, Erdbeeren, Nektarinen und Weintrauben für einen Obstsalat in eine große Plastikschüssel. „Es gibt immer wieder Überraschungen“, erzählt die fröhliche Barßelerin, die zusammen mit fünf weiteren Hobby-Köchen am späten Dienstagnachmittag in der geräumigen Küche der Soeste-Schule in Barßel steht. Zwei Köchinnen bringen ihnen bei, wie aus wenig Zutaten das Beste rauszuholen ist.

Mut zum Ausprobieren

Doch der Reihe nach. Vor einigen Jahren kam der Sozialarbeiterin Hildegard Kluttig von der evangelischen Diakonie im Ammerland mit Sitz in Apen die Idee, einen kostenlosen Kochkursus in Barßel anzubieten. Bei vier potenziellen Partnern – der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde, der Friesoyther Tafel sowie der Soeste-Schule – lief ihr Gedanke „offene Türen ein“: „Die fünf Träger haben ganz schnell und unkompliziert an einem Strang gezogen.“

Unter dem Motto „Entdecke den Geschmack – Kochen mit viel Spaß und wenig Geld“ hätte so im Frühling vergangenen Jahres der erste dreiteilige Kochkursus stattgefunden. „Die Zutaten bekommen wir passend für die Personenanzahl von der Tafel“, erklärt Organisatorin Kluttig und deutet auf einen großen Tisch mit Gemüse und Obst. „Auch aus den Lebensmitteln der Tafel können schöne und leckere Gerichte entstehen. Wir wollen den Mut zum Ausprobieren anregen“, beschreibt sie die Ziele des Kurses, der alle 14 Tage stattfindet.

An vier parallel verlaufenden Küchentheken stehen ab kurz nach fünf Uhr die sechs Teilnehmer, die von den beiden ehrenamtlichen gelernten Köchinnen Anna Meyer und Maria Pekeler instruiert werden.

Verblüffender Pudding

Meyer bereitet mit ihren Helferinnen Ursula Hillebrand und Ortraud Piotrowicz zwei leckere Gemüse-Aufläufe zu. „Wir haben Kartoffeln, Lauch, Blumenkohl, Möhren, Paprika, Fenchel und Zucchini“, zählt die Harkebrüggerin auf, während sie gekonnt die Kartoffeln in Scheiben schneidet. A nja Feuersenger, die mit ihrem Mann Markus an dem Kursus teilnimmt, widmet sich dem Obstsalat. Immer wieder lachen die sich angeregt unterhaltenden Frauen.

„Es ist immer spannend und interessant, weil man nie weiß, welche Zutaten man bekommt“, erzählt Meyer, Köchin im Gesundheitszentrum in Barßel. „Das Kochen hier macht viel Spaß, und bislang hat es auch immer allen geschmeckt“, verrät sie.

Am zweiten Kochpult stehen Sabine Henia und ihre achtjährige Tochter Amina, die zusammen mit Pekeler eine Spargelcremesuppe und Vanillepudding ohne Puddingpulver zubereitet. „Wie geht denn das?“, fragen sich die Teilnehmer verwundert. „Mit Milch, Vanillezucker – anstatt einer Vanilleschote – und Speisestärke“, verrät die Köchin, vor ihrem Ruhestand im Februar ebenfalls Köchin im Gesundheitszentrum.

Rezepte austauschen

„Dit find ick jut. Dit kannte ich noch nich“, sagt die gebürtige Berlinerin Piotrowicz. Dabei hätten sie doch fünf Meter Kochbücher zu Hause, wirft ihr Mann Hans ein, der zusammen mit Markus Feuersenger einen Teig für Blaubeerpfannkuchen anrührt, Salatblätter wäscht und ein Dressing mixt.

Nach gut einer Stunde duftet es in der geräumigen Küche angenehm nach Pfannkuchen. Sorgfältig deckt Amina den großen Tisch.

„Das gemeinsame Essen und Austauschen der Rezepte rundet den Koch-Nachmittag ab“, erzählt Kluttig. Auf dem Tisch stehen bereits die dampfenden Speisen.

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