Rastede - Nachdem bereits im vergangenen Jahr viele Gäste einer Einladung des grünen Ortsverbandes zu einem Themenabend „Inklusion“ gefolgt waren, konnte der grüne Ortsverband nun Landtagsabgeordneten Heiner Scholing, bildungspolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion, als Gesprächspartner gewinnen.
Heiner Scholing stellte in einem Vortrag zunächst vier Thesen zur Inklusion vor: Die Inklusion stelle die größte bildungspolitische Herausforderung der Nachkriegszeit dar. Dieser durchaus widersprüchliche Prozess benötige einen langen Atem, um vor allem die Haltung in der Gesellschaft zu verändern. Es müsse erkannt werden, dass Inklusion mehr umfasse als nur die gemeinsame Beschulung behinderter und nichtbehinderter Schüler. Inklusion sei ein gesamtgesellschaftlicher Prozess. Das große Ziel einer inklusiven Schule sei nur in kleinen Schritten erreichbar, die alle Beteiligten sorgfältig miteinander gehen müssten.
Der erste Schritt für die Umsetzung der Inklusion sei die Erstellung eines Regionalen Förderkonzeptes, an dessen Erarbeitung alle Beteiligten zusammenwirken sollten. Ein solches Konzept fehle aber noch für die Gemeinde Rastede und müsse nach Meinung der Rasteder Grünen dringend erstellt werden. Ermutigend sei, dass bereits die ersten Schulen in Rastede an einer neuen Konzeption für den Unterricht arbeiten.
Scholing setzt darauf, dass sich im Laufe der Jahre das Bild von Schule und Lehrkraft so ändert, dass alle Schüler gleichermaßen gefördert werden und Inklusion selbstverständlich wird. Nur so könne Inklusion in Rastede gelingen.
