Bad Zwischenahn - Rückschlag für die Befürworter einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in Bad Zwischenahn: In der Elternbefragung haben sich nur Erziehungsberechtigte von 109 Kindern für diese Schulform ausgesprochen. In jedem der vier befragten Jahrgänge lag die Zustimmung zwischen 23 und 33 Stimmen. Bei einem Rücklauf von fast 70 Prozent wurde damit die geforderte rechnerische Anzahl von 96 Schülern pro Jahrgang nicht erreicht.
Bürgermeister Dr. Arno Schilling hatte die Zahlen dem nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss am Dienstagabend vorgestellt.
Insgesamt hatten Erziehungsberechtigte von 865 Kindern einen Fragebogen erhalten, für 605 Kinder wurde der Bogen, auf dem die Eltern die Wahl zwischen IGS, Gymnasium oder Hauptschule/Realschule hatten, an die Gemeinde zurückgegeben. Befragt worden waren die Eltern von Kindern der ersten drei Schuljahrgänge sowie des ältesten Kindergartenjahrgangs.
Für eine IGS sprachen sich die Eltern von 23 Kindern im Kindergarten, 27 im derzeitigen ersten Schuljahrgang aus, 26 im zweiten und 33 im dritten. Insbesondere in dem Jahrgang, der 2016/17 als erster eine IGS besuchen würde (216 Rückmeldungen), sprachen sich hingegen die Eltern von 104 Kindern für den Besuch des Gymnasiums aus, Eltern von weiteren 75 Kindern für die Hauptschule oder die Realschule, vier Stimmen waren ungültig.
Der Schulausschuss wird die Ergebnisse der Elternbefragung in seiner nächsten Sitzung im September diskutieren. Die Politik hatte stets betont, den Elternwillen zu akzeptieren. Die Genehmigung einer IGS durch die Landesschulbehörde würde allerdings allein schon an den Zahlen scheitern.
