Ramsloh - „Do litje Seelterfraisen“ oder auf Hochdeutsch „Die kleinen Saterfriesen“: So nennen sich die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses Saterfriesisch am Laurentius-Siemer-Gymnasium in Ramsloh. Seit mehreren Jahren trifft sich die zwölfköpfige Gruppe um Lehrer Volker Kramer jeden Mittwoch in der siebten und achten Stunde, um saterfriesisch zu sprechen, Geschichten zu übersetzen und Texte zu schreiben. Nun bekommt der Wahlpflichtkurs eine größere Plattform: In regelmäßigen Abständen veröffentlichen die Fünft- und Sechstklässler auf der Homepage der Schülerzeitung laurentinews eine saterfriesische Kolumne.

In der vergangenen Woche ist bereits der erste Text online gegangen. Darin stellt sich die Gruppe vor und erzählt von ihren Plänen. Sowohl auf Saterfriesisch als auch auf Hochdeutsch können Homepage-Besucher erfahren, dass sich die kleinen Saterfriesen nun häufiger in der Schülerzeitung sehen lassen werden: „We wäide uus van nu an ofter hier up Laurentinews sjo läite!“

Lehrer Reinhard Walter, der bereits seit mehreren Jahren das Projekt laurentinews betreut, freut sich, dass diese Kooperation entstanden ist: „Bereits seit einiger Zeit gab es die Überlegung, die Texte des Saterfriesisch-Kurses einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die jungen Autoren liefern immer wieder sehr lesenswerte Geschichten.“

Alle vier bis fünf Wochen soll jetzt auf laurentinews.de eine Kolumne erscheinen. Darin behandelt werden Themen aus dem Schulalltag und aus der Freizeit. Zur Weihnachtszeit ist beispielsweise eine kleine saterfriesische Weihnachtsgeschichte geplant. „Durch die große Leserschaft auf der Homepage besteht bei den kleinen Saterfriesen natürlich eine hohe Motivation, tolle Kolumnen zu schreiben. Dass dadurch die saterfriesische Sprache stärker in den Fokus rückt, ist sehr erfreulich“, sagt Walter.

Den Pädagoge erfüllt die neue Zusammenarbeit mit Stolz, denn: „Die saterfriesische Kolumne ist ein Alleinstellungsmerkmal von laurentinews – eine saterfriesische Rubrik hat keine andere Schülerzeitung.“