Oldenburg - Anlässlich der für Freitag, 20. März, angekündigten partiellen Sonnenfinsternis sind in Oldenburg einige Aktionen geplant.
Der von Sternfreunden im ganzen Bundesgebiet begangene Astronomietag fällt in diesem Jahr auf das Datum der Finsternis. Dann findet auch der Astronomietag der Oldenburger Sternfreunde im und vor dem PFL statt. Geplant ist eine gemeinsame Beobachtung der Sonnenverfinsterung auf der Grünfläche vor dem Gebäude ab 9 Uhr bei entsprechender Wetterlage.
80 Prozent bedeckt
Experten erwarten, dass im Oldenburger Land eine Bedeckung der Sonne von bis zu 80 Prozent zu sehen sein wird. „Um 10.42 Uhr wird das Maximum der Finsternis erreicht werden“, sagt Bernward Große, Vorsitzender der Oldenburger Sternfreunde. Seine Informationen stammen von der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa.
Auch an anderer Stelle schließen sich Beobachter zusammen. Die Astronomie-Arbeitsgemeinschaft von Studierenden der Universität bricht zum Beispiel – falls es die Wetterlage zulässt – vor dem Haupteingang des Universitätskomplexes um 9.15 Uhr zu einer etwa 45-minütigen Führung auf.
Am PFL werden Sternfreunde und Interessierte derweil das Naturschauspiel mit Spezialgeräten direkt durch die Linse beobachten, ohne eine Gefährdung der Augen zu riskieren, heißt es vorab.
Augen schützen
Die Wettervorhersage für Freitag sieht zwar nicht optimal aus, sollte die Sonne sich aber zeigen, rät Bernward Große ausdrücklich davon ab, die Sonne durch selbstgebaute Geräte oder Filter zu beobachten. Spezialbrillen könnten vereinzelt noch bei Oldenburger Optikern vorhanden sein. „Wenn man Glück hat, liegen noch Brillen bei Optikern rum, die zur totalen Sonnenfinsternis 1999 zu Hunderten verkauft wurden“, vermutet Vereinsmitglied Christoph Jansen. Im Internethandel seien die Brillen bereits seit Wochen vergriffen.
Zum Programm des Astronomietages halten Sternfreunde ab 12 Uhr Vorträge über ihre Fachgebiete im PFL. Dort werden Aufnahmen von Mond, Sonne, Planeten, Gasnebeln und Galaxien ausgestellt. Abgerundet wird das Programm – bei gutem Wetter – durch einen Beobachtungsabend auf der Dobbenwiese Ecke Lasiusstraße/Rummelweg ab 19 Uhr. Eigene Teleskope können mitgebracht werden, sind jedoch nicht obligatorisch. Die Sternfreunde weisen darauf hin, dass auch Vereinsgeräte benutzt werden können. Die Hobby-Astronomen bieten Einsteigern ihre Hilfe bei der Aufstellung, Einstellung und Benutzung ihrer Guckrohre an.
