Kirchhatten - 380 teilnehmende Schulen landesweit, 6000 Lehrer beteiligt: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat auf der jüngsten Mitgliederversammlung des Kreisverbands Oldenburg-Land im Schützenhof ein positives Fazit zur Protestaktion „5 vor 12“ gezogen.
Da von Seiten der Landesregierung aber weiterhin kein Entgegenkommen zu erkennen sei, werden weitere Protestaktionen – unter anderem zum Landesparteitag der SPD im April – folgen, kündigt GEW-Vorstandsmitglied Johann Strudthoff gegenüber der NWZ an. Die Stimmung unter den Kollegen sei angesichts der Streichung von Altersermäßigungen und angekündigter Mehrarbeit für Gymnasiallehrer am Kochen.
Als großen Erfolg wertet die GEW die Wiedereinführung des Abiturs nach neun Jahren. Das G9 sei allerdings keine Entlastung für die Schulen, umso wichtiger sei es, dass die Pädagogen nicht durch die Schulpolitik noch weiter demotiviert würden. Die Gewerkschaft hält Inklusion und Ganztagsschulen grundsätzlich für positive Entwicklungen: allerdings fehle es am Geld, die Reformen würden auf dem Rücken der Kollegen realisiert, kritisiert der Vorstand.
