GIEßELHORST - „Das Schulgebäude sieht noch genauso aus wie damals“ lächelt Gerd Oeltjen-Bruns und fügt hinzu: „Da wird die Schulzeit wieder lebendig.“ Die Erinnerung an die eigene aktive Zeit in der Grundschule Gießelhorst ist gewollt, schließlich wurde deswegen zum Klassentreffen der Einschulungsjahrgänge 1951 bis 1955 eingeladen.

Die Initiatoren Marianne Helms, Annemarie Hanken, Gerd Oeltjen-Bruns und Dieter Wilken fassten den Entschluss zum „Wiedersehen“ 2006 und waren seitdem damit beschäftigt, die Klassenkameraden ausfindig zu machen. „Die meisten wohnen zwar noch in der Nähe“ berichtet Hanken „aber die Telefonnummern zu ermitteln, war trotzdem langwierig.“ Immerhin haben sich 20 von 31 eingefunden.

Die Unterhaltung verläuft bereits angeregt: „Wir waren ja alle in einer Klasse“ berichtet eine Teilnehmerin. „Alle Schüler von Klasse eins bis acht wurden damals gemeinsam in einem Raum unterrichtet.“ Die Kleinen saßen vorne, die größeren Kinder hinten. Und wenn alle gearbeitet haben, ging der Lehrer mit der Geige in der Hand durch die Reihen und spielte Lieder. Fazit beim Klassentreffen: „Unser Schulalltag war schön. Ausflüge unternahmen wir zu Fuß oder mit dem Pferdewagen. Es war alles etwas einfacher, aber dafür kannten wir auch kein Besitzstreben. Es war egal, ob jemand Markenware trug.“ Dem stimmt Hanken zu. „Der Unterricht verlief ruhiger und wir hatten mehr Respekt voreinander und dem Lehrer.

„Insgesamt einfach weniger Stress und Hektik als heute.“ Vielleicht liege das aber auch an der Tatsache, dass die „neuen“ Medien noch nicht erfunden waren, wirft Oeltjen-Bruns ein. 1951 besaß man noch Schiefertafeln und Griffel, keine Computer. „Eine Schultüte gab es aber auch“, lacht Helms.