Nordenham - Es war die tolle Festnacht, die sich alle erhofft hatten: Der Abschlussball des Gymnasiums Nordenham ist am Sonnabend der feierliche Höhepunkt der Abiturientenverabschiedung gewesen. In der rappelvollen Friedeburg erlebten die 79 Schulabgänger mit ihren Familien und Freunden einen Abi-Ball, der ihnen noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.
Der Erfolg der Veranstaltung war zu einem großen Teil den Abiturienten selbst zu verdanken. Das Abi-Ball-Komitee hatte in der Saaldekoration und in der Programmgestaltung gekonnt das Jahrgangsmotto „Abu Dhabi 2013 – Die Karawane zieht weiter“ umgesetzt. Neben der Bühne stand ein staatliches Papp-Kamel; von der Saaldecke schwebten Palmenzweige und rot-goldener Glitzerschmuck. So fanden die Gäste ein Ambiente vor, das auf das orientalische Motto einstimmte.
In Oase angekommen
Diesen Faden nahm auch Klaus-Dieter Laske in seiner Begrüßungsansprache auf. Der Schulleiter blickte auf die wichtigsten Stationen zurück, die auf dem Weg zum Abitur zu bewältigen waren. „Die 79 Kamelreiter mussten durch die Wüste“, sagte er, „jetzt ist die Karawane in der Oase Friedeburg angekommen.“
Der rote Teppich, der auf dem Saalparkett zur Bühne führte, war den Haupakteuren des Abends vorbehalten. Klaus-Dieter Laske rief die Abiturienten paarweise auf, damit sie zu orientalischen Klängen nach vorne gehen und unter dem Beifall der Besucher ihren großen Auftritt genießen konnten. Dabei bewährte es sich, dass die Jahrgangssprecher Rabea Hein und Aaron Dönselmann die Angehörigen der Abiturienten eindringlich gebeten hatten, nicht zum Fotografieren an den Laufsteg zu drängen. So blieb das schon oft erlebte Gerangel um den besten Schnappschuss, bei dem den anderen Gästen die Sicht genommen wird, aus. Stattdessen wurde jedes Paar von einem professionellen Fotografen abgelichtet.
Tanzlehrer Roberto Hoffmann übernahm beim Einmarsch der Abiturienten die Regie. Er hatte in den Tagen zuvor mit den Ex-Gymnasiasten einige Übungsstunden abgehalten, damit sie bei den traditionellen Ehrentänzen eine gute Figur machten. Das klappte dann auch ohne Probleme. Die jungen Frauen in festlichen Abendkleidern und die jungen Männer in ihren schicken Anzügen begannen mit einem langsamen Walzer und steigerten sich bis zum Cha Cha Cha und Disco-Fox.
Nach diesem Pflichtprogramm der Abiturienten spielte die Band Sunset Four für alle Besucher zum Tanz auf. Die Party-Musiker und zwischendurch ein Disc-Jockey sorgten dafür, dass auf Tanzfläche vor der Bühne nahezu pausenlos Hochbetrieb herrschte. Gegen 1 Uhr übernahm der DJ gänzlich das Kommando und verwandelte den ehrwürdigen Friedeburg-Saal in eine bebende Dancefloor-Arena.
Grazia orientalisch
Im Laufe des Abends wurde das Orient-Motto natürlich auch tänzerisch aufgegriffen. Die Formation Grazia unter der Leitung von Olga Deutsch beeindruckte in bunten Gewändern mit Bauchtanzvorführungen. Zudem präsentierten die Abiturienten eine Choreografie, mit der sie das Publikum in eine Tausendundeinenacht-Stimmung versetzten.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war ein Feuerwerk, das zu später Stunde den Himmel über der Friedeburg verzauberte. Eine gute Idee war es auch, alle Abiturienten auf der großen Bühnenleinwand in einer Bilderschau zu zeigen. Fotos von heute waren Aufnahmen aus der Kindheit gegenübergestellt. Da kam bei manchen Eltern vielleicht ein bisschen Wehmut auf. Aber das gehört bei solch besonderen Ereignissen nun einmal dazu.
